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13.11.2015

Selektiver Rückbau sichert wertvolle Rohstoffe


Selektiver Rückbau sichert wertvolle Rohstoffe
Gemeinsam für eine effiziente Ressourcengewinnung: (v.l.n.r.) Michael Wachholtz (Freimuth Abbruch und Recycling GmbH), Jörg Schiffner (Tönsmeier Kunststoffe GmbH & Co. KG), Michael Vetter (Rewindo


Der Gebäudebestand in Deutschland ist immens und damit auch die Menge an wertvollen Rohstoffen, die in ihm für die Zeit der Nutzung gebunden sind. Während diese früher überwiegend auf der Deponie gelandet sind, wird heute nach Lösungen gesucht, diese einer Wiederverwertung zuzuführen. Hierfür wurde der Begriff „Urban Mining" geprägt, der die veränderte Sicht auf den Altbaubestand als potenzielle Rohstoffressource passend zum Ausdruck bringt.
Dass dieses Konzept der Wiedergewinnung von Wertstoffen nicht nur bloße Zukunftstheorie, sondern bei vielen Abbruchprojekten längst gängige Praxis ist, zeigt aktuell der selektive Rückbau dreier Hochhäuser an der Max- Reger-Straße im Marler Stadtteil Hüls.
„Gehoben" werden konnten aus den in den 1960er Jahren errichteten Gebäuden durch die Freimuth Abbruch und Recycling GmbH aus Bülkau neben Metallen und Beton insbesondere eine große Menge Bodenbelag und Fenster aus dem Werkstoff PVC. Alle Fraktionen eint eine für das „Urban Mining"-Konzept eminent wichtige Eigenschaft: Die sehr gute Wiederverwertbarkeit. So wird der wiedergewonnene Beton direkt vor Ort gebrochen und aufbereitet, um dann für die Verfüllung der Keller genutzt zu werden. Die Metalle werden getrennt und bei Fachfirmen eingeschmolzen. Und auch für den PVC-Bodenbelag und die Kunststofffenster gilt, dass sie problemlos recycelt werden können und aus ihnen ein Rohstoff entsteht, der ohne Qualitätsverlust wieder verwandt werden kann.