15.01.2016

Industrie 4.0 kein Selbstzweck


Tatsächlich finden sich wichtige Elemente von Industrie 4.0 heute schon in einigen Bereichen der holzverarbeitenden Industrie.

Industrie 4.0 kein Selbstzweck
„Nur der Nutzen zählt.“ Dr. Bernhard Dirr, Geschäftsführer Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen im VDMA. Foto: VDMA.


Auf die Frage, warum er sich auf die E-Mail-Einladung zu einer Industrie 4.0-Veranstaltung nicht gemeldet habe, antwortete kürzlich ein Unternehmer, dass er den Begriff Industrie 4.0 in seinen Spam-Filter aufgenommen habe. Und das würde auch so bleiben, bis der erste Kunde nach Industrie 4.0 fragen würde. Diese Antwort beschreibt gleichermaßen treffend wie falsch die derzeitige Situation in unserer Branche: auf Seiten der IT-Anbieter ist Industrie 4.0 in aller Munde, eine Veranstaltung jagt die andere, und keine Tages- oder Fachzeitschrift kommt daran vorbei. Auf der anderen Seite dann, bei unseren Kunden, kein Interesse? Ein Trugschluss.

Wir sind nicht Google

Tatsächlich finden sich wichtige Elemente von Industrie 4.0 heute schon in einigen Bereichen der holzverarbeitenden Industrie, die damit deutlich weiter ist als die meisten anderen Bereiche der verarbeitenden Industrie. Was aber verstehen wir unter Industrie 4.0? Diese Frage ist anscheinend schon vielfach beantwortet, und doch fehlt eine einfache und eingängige, für alle Bereiche gleichermaßen gültige und praktikable Definition. Diese kann es nicht geben und braucht es auch nicht zwingend; wichtiger ist, sich Klarheit im eigenen Markt- und Technologieumfeld zu verschaffen. Manch Unternehmensberater lockt seine Kunden gedanklich in die Welt von Industrie 4.0 mit der Frage: „Wie würde Google Ihr Geschäft betreiben?" Zugegeben, um wachzurütteln ist diese Frage gut geeignet, und interessant ist es allemal, sie zu beantworten. Aber trotzdem muss gesagt sein: Wir sind nicht Google. Wir sind - und das gilt für die Maschinenbauer wie für die holzverarbeitende Industrie - produzierende Unternehmen. Unsere Wertschöpfung findet in großen Teilen immer noch in der Fabrik statt. Aus dieser Perspektive kann eine Antwort lauten: Industrie 4.0 ist die Neu-Organisation des gesamten Produktionsprozesses in Echtzeit durch die Verschmelzung von Produktionstechnik und IT-Technologie, durch Werkstücke, Werkzeuge und Maschinen mit Kommunikationsfähigkeiten.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von Bauelemente Bau.

Hier geht's auf die VDMA-Seite Holzbearbeitungsmaschinen.