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10.02.2017

BAU baut internationale Führungsposition aus


Die Messe München verbucht mit der BAU 2017 zehn Prozent mehr ausländische Besucher.

BAU baut internationale Führungsposition aus
Der Anteil der internationalen Besucher hat mit 80.000 gegenüber der BAU 2015 (72.000) nochmals zugelegt.


Mit über 250.000 Besuchern konnte die BAU 2017 in etwa wieder an das Ergebnis von vor zwei Jahren anschließen. Mit dazu beigetragen hat der deutliche Zuwachs an ausländischen Besuchern, wie er auch von vielen Ausstellern im Laufe der Messe schon berichtet wurde. Mit 80.000 Besuchern aus dem Ausland (2015: 72.000) ist nahezu die Marke von einem Drittel erreicht. Was hat die deutschen und internationalen Besucher nach München gelockt? Dass es nicht nur die Trendthemen BIM und SmartHome waren, die landauf landab diskutiert werden, zeigen wir ihnen in unserer ausführlichen Messe-Nachlese, mit der wir in der Februar-Ausgabe von bauelemente bau starten und im März noch einmal nachlegen werden.

Von einer Nachverdichtung der Innenstädte ist derzeit viel die Rede. Eine Nachverdichtung könnte nach Meinung vieler Aussteller auch die BAU vertragen. Anlass für die Forderung gibt insbesondere der sehr schwache Ausklang der Messe. Der Samstag - bei vielen Ausstellern ohnehin nicht mit großen Erwartungen verknüpft - startete insbesondere in den B- und C-Hallen gefühlt noch schwächer als vor zwei Jahren und blieb es auch bis zum Ende

Neue Work Life Balance?

Auch wenn sich die Aussteller mit der BAU und der Qualität der Besucher durchweg zufrieden zeigten, so nahmen viele von ihnen dies zum Anlass, erneut eine Verkürzung der Messe auf einen Zeitraum von Montag bis Freitag zu fordern. Ein guter Teil der Besucher setzt offensichtlich heute andere Prioritäten und ist nicht mehr bereit, einen Teil ihres Wochenendes für den Besuch einer Messe zu opfern.

Die ganz „Radikalen" freilich forderten angesichts des schwachen Auftakts am Montag auch diesen noch zu streichen und damit eine Kürzung der Laufzeit von vier Tagen wie bei der Fensterbau Frontale vorzunehmen. Wer sich an das dichte Gedränge an den beiden stärksten Tagen am Mittwoch und Donnerstag erinnert, wird sich leicht vorstellen können, dass die Messe und auch viele Messestände damit an ihre Kapazitätsgrenzen kommen dürften.

Neue Herausforderungen und Chancen

Von Industrie 4.0 ist derzeit viel die Rede. Aber auch in der Baubranche mit all ihren Zweigen muss die Digitalisierung Einzug halten, wenn die Kosten im Rahmen und die Prozesse sowie das Zusammenwirken aller Beteiligten weiter verbessert werden soll. Die BAU IT als Messe in der Messe füllt mit der C3 mittlerweile eine ganze Messehalle, zeigt schon damit die wachsende Bedeutung von Softwarelösungen für den Bauprozess. Auch in der Fensterbranche wird beim Stichwort Prozessoptimierung nicht mehr nur allein an Maschinen gedacht, sondern auch an durchgängige, ganzheitliche Softwarelösungen. Diese sind die Voraussetzung dafür, dass alle Abteilungen eines Unternehmens auf der Basis ein und desselben Datensatzes arbeiten können.

Wie zu erwarten, waren auf der BAU insbesondere BIM (Building Information Modeling) und die Vernetzung bis hin zu unterschiedlichsten Smart Home Lösungen das große Thema. Die Zahl der smarten Fenster und Türen, die ihren Zustand auf Handy melden, über dieses oder Transponder, Fingerprint etc. zu öffnen sind, hat noch einmal deutlich zugenommen. Aber noch wird über BIM und Smart Home mehr geredet und berichtet, als es ihrer eigentlichen Marktbedeutung in Deutschland entspricht. Denn beiden Lösungen haben gemeinsam, dass es noch keinen branchenübergreifenden Standard gibt. Es dominieren nach wie vor Insellösungen. Freilich werden die Inseln nach und nach durch entsprechende Schnittstellen oder den Beitritt von Unternehmen aus der Branche z.B. zur EnOcean Alliance größer.

Den kompletten Nachbericht der Messe sowie Statements verschiedener Fensterbauer über ihre Beweggründe, in München auszustellen oder ihren Fokus auf andere Veranstaltungen zu legen, lesen Sie in der Februar-Ausgabe von bauelemente bau.

Auf die Homepage der BAU gelangen Sie über diesen Link.