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06.04.2018

bb-Marktübersicht: Innentüren


Einladung zum Türentausch

bb-Marktübersicht: Innentüren
Der Türdrücker bekommt Konkurrenz! In Form von Griffmulden, Griffleisten... Foto: Duco.


Welche aktuellen Trends bestimmen die Gestaltung von Innentüren? Welche neuen Modelle wären geeignet, die Kunden zum Tausch ihrer betagten Innentüren zu motivieren? Mit welchen Zusatzfunktionen ließe sich ein lukratives Zusatzgeschäft generieren? Mit welchen Materialien werden Händler und Monteure bei der Vermarktung der Elemente unterstützt?

Die Antworten auf diese und andere Fragen wollen wir dem beachtlich großen Anteil unter unseren Lesern liefern, die sich mit der Vermarktung von Innentüren beschäftigen, beziehungsweise eine Erweiterung ihres Angebots prüfen. Die Beteiligung aller für den deutschen Markt wichtigen Anbieter ist der Garant dafür, dass die aktualisierte Marktübersicht wieder einen umfassenden Überblick über Trends bei Oberflächen, Farben, Funktionen und Ausstattungen bieten kann.

Griff entfällt

Brüchert + Kärner hat bei seiner Türserie „Look" den Griff durch ein Griffband ersetzt, das über die volle Höhe der Tür läuft. Der Schlosskasten wurde durch einen Magneten ersetzt, der die Tür hält. Damit greift das Unternehmen einen Trend aus der Küchen- und Möbelindustrie auf. Dort wird schon seit einigen Jahren auf sichtbare Griffe komplett verzichtet, um dem Kunden eine möglichst puristische und aufgeräumte Optik zu bieten. Eine ähnliche Lösung bieten Dana und Duco mit einer flächenbündig integrierten Griffklappe.

Unsichtbar oder akzentuiert

Exklusive, wandbündige Lösungen, wie sie zunächst nur im Objekt zum Einsatz kamen, haben längst Eingang auch im Wohnbereich gefunden. Eine ganze Reihe von Herstellern bietet mittlerweile entsprechende Lösungen. Beim Einsatz in der Renovierung sind in der Regel Verluste bei der Durchgangsbreite hinzunehmen. Vitadoor bietet hingegen mit modulWerk 1.0 eine Lösung mit besonders schmalen Unter- und Deckzargen. Comtür bietet mit seinem in die Wand integrierten Zargensystem die Möglichkeit, die Tür nahezu unsichtbar zu machen. Oder aber Akzente zu setzen, indem die Türoberfläche auf die Inneneinrichtung abgestimmt wird, dazu mit Parkett, Glas oder Stahl belegt wird.

Konnten die früher eingesetzten Hölzer nicht ebenmäßig genug sein, wird heute mehr und mehr die natürliche Schönheit des Materials geschätzt, dürfen die Oberflächen auch ausgespachelte Risse oder große Äste aufweisen, noch sägerauh sein oder aus Altholz gefertigt werden. Diesen Trend wollen die Anbieter von Elementen mit Dekoroberflächen natürlich nicht an sich vorbei gehen lassen. Diese ziehen daher wie beispielsweise Garant mit CPL-Dekoren in „Risseiche" nach.

Spiel mit der dritten Dimension

Trotz der Dominanz der Grautöne bei vielen Außenanwendungen, ist bei den Innentüren der Marktanteil der Weißlacktüren unverändert hoch. Das liegt an der großen Anpassungsfähigkeit und „optischen" Zurückhaltung der Elemente. Das breite Angebot an Türen in diesem Segment bereichert Herholz mit seinen #-Türen. Diese sind wie gewohnt gegliedert. Die Besonderheit ist der dreidimensionale Übergang der Füllungen von der Fräsung bis zum glatten Türblatt.

Der Türenkonzern Jeld-Wen setzt dagegen bei der gleichnamigen Türenmarke als auch bei Kilsgaard auf die Strukturierung der Oberfläche, um so eine Alternative zu der herkömmlichen glatten Optik zu bieten.

Mosel-Türen hat den Farbton seiner Weißlacktüren auf die meistverkauften Wandfarben abgestimmt und wirbt mit „einem der weißesten Weißtöne, die es derzeit für Türen gibt".

Marktanteile legen weiter zu

Was von Jahr zu Jahr zunimmt ist der Anteil der Ganzglastüren. Diese Entwicklung wird getragen vom Wunsch vieler Bauherren nach hoher Transparenz. Für Hersteller wie Hörmann, Huga, Lebo und Sprinz der Grund, ihr Sortiment weiter auszubauen. Der Trend könnte zudem durch neue Beschlaglösungen, wie sie von Simonswerk auf der Fensterbau gezeigt wurden, weiter befördert werden.

Kostenloser Download

Die Tabelle mit den technischen Daten der Innentüren der beteiligten Hersteller bieten wir Ihnen bei einem Klick auf den obigen Link als pdf-Datei zum kostenlosen Download an. Die Portraits der beteiligten Hersteller für die aktuelle Marktübersicht lesen Sie ab Seite 97 in der April-Ausgabe von bauelemente bau.