13.05.2016

Offensive zur Steigerung der Energieeffizienz gestartet


Offensive zur Steigerung der Energieeffizienz gestartet


Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat am 12. Mai eine breit angelegte Offensive zur Steigerung der Energieeffizienz gestartet. Damit soll den ehrgeizigen Klimaschutzzielen Deutschlands und den Beschlüssen von Paris Rechnung getragen werden. Drei Kernelemente sind hierbei zentral: Förderung, Beratung und Information. Die Offensive beinhaltet den Start neuer Förderprogramme und ist mit einer breiten Öffentlichkeitskampagne verbunden.


Eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz ist Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Denn der Ausbau der erneuerbaren Energien allein wird nicht reichen, um die mit dem Energiekonzept gesetzten Klimaschutzziele zu erfüllen. Hierfür ist auch eine deutliche Senkung des Energieverbrauchs erforderlich. Das Ziel: Möglichst wenig Energie verbrauchen und den verbleibenden Bedarf mit erneuerbaren Energien decken.
Konkret geht es darum, den Energieverbrauch bis 2050 zu halbieren, was rein rechnerisch dem heutigen Energieverbrauch der Benelux-Staaten und Österreichs zusammen entspricht. In Deutschland konnte der Primärenergieverbrauch in den letzten Jahren gesenkt werden, im Zeitraum 2008 bis 2014 um 8,3 % (das entspricht etwa dem jährlichen Energieverbrauch Portugals).

17 Mrd. Euro Fördergelder

Da weitere Schritte erforderlich sind, startet das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) heute eine breit angelegte Offensive und stellt hierfür von 2016 bis 2020 über 17 Mrd. Euro für die Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen zur Verfügung. Mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz vom Dezember 2014 und den Beschlüssen zur weiteren Umsetzung der Energiewende vom 1. Juli 2015 hat die Bundesregierung die strategische Ausrichtung der Energieeffizienzpolitik definiert. Ziel ist es die Energieeffizienz im Gebäudebereich voranzubringen und hier einen Förderschwerpunk zu setzen, die Energieeffizienz als Rendite und Geschäftsmodell zu etablieren und die Eigenverantwortlichkeit für Energieeffizienz zu erhöhen.

Um diese drei Zielsetzungen voranzubringen starten als Teil der Effizienzoffensive vier neue Programme:

- das Förderprogramm zur Abwärmevermeidung und Abwärmenutzung (Start: 1. Mai 2016);
- das Programm zur Förderung hocheffizienter Querschnittstechnologien (Start: 10. Mai 2016);
- Step up! - die wettbewerbliche Ausschreibung für Stromeffizienzmaßnahmen (Start im Juni 2016);
- das Pilotprogramm Einsparzähler (Start: Mai 2016).
Bei der Abwärmenutzung geht es um die Förderung von Investitionen in Abwärmevermeidung und -nutzung in Unternehmen. Ähnliches gilt für die Förderung von Querschnittstechnologien. Auch hier werden Investitionskostenzuschüsse für ausgewählten Technologien gewährt, u.a. für effiziente industrielle Pumpen. Das wettbewerbliche Ausschreibungsmodell für Stromeffizienzmaßnahmen fördert gezielt die Investitionen, die mit den geringsten Förderkosten die höchsten Stromeinsparungen bringen. Mit dem „Pilotprogramm Einsparzähler" werden neuartige Energiedienstleistungen und Geschäftsmodelle auf Basis digitaler Messgeräte gefördert.
Parallel dazu wurde am 12. Mai als weiterer Baustein der Energieeffizienzoffensive die Informationskampagne „Deutschland macht's effizient" gestartet. Die Kampagne richtet sich gleichermaßen an private Verbraucher, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Alle Verbrauchergruppen sollen motiviert werden, Wärme und Strom möglichst sparsam einzusetzen.

Alle Informationen und Beratungsangebote zur Energieeffizienz im Internet unter www.machts-effizient.de