05.08.2016

bb-Rückblende: Rosenheimer Tür- und Tortage


Die neunten Rosenheimer Tür- und Tortage standen unter dem Motto: „Aufbruch in neue Zeiten".

bb-Rückblende: Rosenheimer Tür- und Tortage
Mit über 340 Teilnehmern aus 8 Ländern waren die 9. Tür- und Tortage überraschend gut besucht.


Die Tür- und Torbranche ist aktuell mit einer ganzen Fülle an Veränderungen konfrontiert: zur Novellierung der Musterbauordnung (MBO) kommen die Einführung der Verwaltungsvorschrift technischer Baubestimmungen VVTB sowie die Produktnormen EN 14351-2 für Innentüren und der EN 16034 für Feuer-und Rauchschutzabschlüsse. Für die Veranstalter der 9. Tür- und Tortage der Anlass, die diesjährige Veranstaltung unter das Motto „Aufbruch in neue Zeiten" und die Teilnehmer in insgesamt 10 Themenblocks über die zu erwartenden Auswirkungen der Veränderungen zu informieren. Highlights der Veranstaltung waren der Vortrag von Prof. Dr. Dr. Radermacher und die offizielle Eröffnung des neuen Technologiezentrums des ift.

Die Aussicht dabei einen ersten Blick hinter die Kulissen werfen oder die Prüfeinrichtungen besichtigen zu können, die demnächst für die eigenen Prüfungen benötigt werden, dürfte mit dazu beigetragen haben, dass die Tür- und Tortage mit nahezu 340 Teilnehmern recht gut besucht waren. Lesen Sie dazu auch den gesonderten Beitrag in der August-Ausgabe.

Damit der Veranstaltung so unterschiedliche Zielgruppe wie die Hersteller von Haustüren gleichermaßen wie die Anbieter von Innentüren und die Produzenten von Garagen- und Industrietoren angesprochen werden, hatte sich in Rosenheim zusammen mit den Lieferanten und Teilnehmern aus acht Ländern wieder ein recht buntes Völkchen versammelt.

„Wir können die Probleme lösen"

Als Key-Speaker demonstrierte Prof. Dr. Dr. Radermacher sehr eindringlich nicht nur die Konsequenzen aus Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Ressourcenverbrauch, sondern auch Handlungsoptionen für Menschen und Unternehmen. Ein Lösungsansatz liegt in größeren Investitionen für die Entwicklung regenerativer, CO2-effizienter und ökologischer Technologien.

„Um die Ambitionslücke zwischen Wollen und Handeln zu schließen, muss jeder einzelne in seinem Netzwerk die Stammtisch-Hoheit gewinnen und für Investitionen in Zukunftstechniken werben", so Prof. Dr. Dr. Rademacher. Dabei sind Investitionen in die armen Länder Afrikas global gesehen oft viel klimaeffizienter als in den Industriestaaten. Solarkraftwerke, dezentrale gebäudeintegrierte PV-Module, energieeffiziente Gebäudetechnik aber auch Aufforstungsprogramme könnt viel bewirken und gleichzeitig Wachstum generieren, Arbeitsplätze schaffen und so Migrationsbewegungen verringern. Eine „Ökosoziale Marktwirtschaft" in Verbindung mit einem „globalen Marshallplan" für nachhaltige und ökologische Technologien sei laut Radermacher eine realistische Möglichkeit den drohenden Kollaps zu verhindern.

Den kompletten Bericht zu den Rosenheimer Tür- und Tortagen lesen Sie in der August-Ausgabe von bauelemente bau.

Auf die Homepage des ift gelangen Sie über diesen Link.