24.11.2016

VFF kritisiert Modellgebäudeverfahren EnEV-easy


Nothing is easy: Der VFF kritisiert das Modellgebäudeverfahren für nicht gekühlte Wohngebäude.

VFF kritisiert Modellgebäudeverfahren EnEV-easy
Das VFF-Merkblatt ES.02: 2014-04 „Anforderungen der Energieein-sparverordnung 2014 für Fenster, Türen und Fassaden" sei die bessere Grundlage. Grafik: VFF.


Nach langer Vorarbeit ist das Modellgebäudeverfahren für nicht gekühlte Wohngebäude („EnEV-easy") nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger vom 8. November 2016 jetzt anwendbar. Gegenüber früheren Entwürfen hat das Bundesbauministerium neue Wärmeschutzvarianten festgelegt. Dies ist aus der Anlage 2, Tabelle 1 („Baulicher Wärmeschutz") in der Information „Anwendung von § 3 Absatz 5 der Energieeinsparverordnung (EnEV) (Modellgebäudeverfahren für nicht gekühlte Wohngebäude)" zu ersehen.

"Ingenieurmäßig betrachtet ein Rückschritt"

„Wie vom Verband Fenster + Fassade (VFF) vorgeschlagen, wurden die maximalen UW-Werte erhöht und zusätzlich höhere Werte für Hebeschiebetüren und barrierefreie Fenstertüren angegeben, obwohl nun sogar der reduzierte Jahres-Primärenergiebedarf aus 2016 zugrunde gelegt wurde", erklärte Frank Koos, der Normungsexperte und stellvertretende Geschäftsführer des VFF. „Wir konnten somit das 'Schlimmste' verhindern. Grundsätzlich halten wir aber dieses Verfahren aus ingenieurmäßiger Betrachtung gegenüber der Berechnung als Rückschritt."

Auf die Homepage des Verbandes Fenster + Fassade e.V. (VFF) gelangen Sie über diesen Link.