23. Januar 2017

10 Prozent mehr ausländische Besucher

Die BAU baut ihre internationale Führungsposition aus.

Mit über 250.000 Besuchern konnte die BAU 2017 in etwa wieder an das Ergebnis von vor zwei Jahren anschließen. Mit dazu beigetragen hat der deutliche Zuwachs an ausländischen Besuchern, wie er auch von vielen Ausstellern im Laufe der Messe schon berichtet wurde. Mit 80.000 Besuchern aus dem Ausland (2015: 72.000) ist nahezu die Marke von einem Drittel erreicht. Was hat die deutschen und internationalen Besucher nach München gelockt? Dass es nicht nur die Trendthemen BIM und SmartHome waren, die landauf landab diskutiert werden, zeigen wir Ihnen in unserer ausführlichen Messe-Nachlese, mit der wir in der Februar-Ausgabe von bauelemente bau starten und im März noch einmal nachlegen werden.

Neue Work Life Balance?

Von einer Nachverdichtung der Innenstädte ist derzeit viel die Rede. Eine Nachverdichtung könnte nach Meinung vieler Aussteller auch die BAU vertragen. Anlass für die Forderung gibt insbesondere der sehr schwache Ausklang der Messe. Der Samstag - bei vielen Ausstellern ohnehin nicht mit großen Erwartungen verknüpft - startete insbesondere in den B- und C-Hallen gefühlt noch schwächer als vor zwei Jahren und blieb es auch bis zum Ende. Auch wenn sich die Aussteller mit der BAU und der Qualität der Besucher durchweg zufrieden zeigten, so nahmen viele von ihnen dies zum Anlass, erneut eine Verkürzung der Messe auf einen Zeitraum von Montag bis Freitag zu fordern. Ein guter Teil der Besucher setzt offensichtlich heute andere Prioritäten und ist nicht mehr bereit, einen Teil ihres Wochenendes für den Besuch einer Messe zu opfern.

Wo bleiben die Fensterbauer?

Seit der letzten BAU haben erneut einige deutsche Fensterbauer der Veranstaltung den Rücken gekehrt. Darunter auch einige, die schon seit vielen Jahren mit dabei und vor allem in der Region verwurzelt sind. Angesichts der Tatsache, dass die BAU mit einem hohen Anteil an Besuchern aus Bayern und Baden-Württemberg trotz der viel beschworenen Internationalität auch eine regionale Veranstaltung ist, verwundert der Rückzug dieser Aussteller umso mehr.

In die frei werdenden Lücken rücken die auf der Wartliste stehenden Unternehmen nach, darunter natürlich auch - wie sollte es anders sein - polnische Fensteranbieter. Es gibt aber durchaus deutsche Fensterbauer, die den ausländischen Kollegen nicht eine so wichtige Bühne wie die BAU überlassen möchten und daher auch weiterhin in München Präsenz zeigen wollen.

Für uns der Anlass, einige dieser Unternehmen nach den Gründen für den Verzicht auf die Teilnahme an der BAU zu befragen. Ergänzend dazu haben wir auch die Geschäftsführer von Fensterbau-Unternehmen, die auch in zwei Jahren wieder mit dabei sein wollen, um ein Statement gebeten. Sie erläutern darin, was sie veranlasst, der BAU weiterhin die Treue zu halten.

Schon mal vormerken!

Die nächste BAU findet vom 14. bis 19. Januar 2019 mit den beiden neuen Hallen C5 und C6, welche die C-Reihe komplettieren, statt. Das Ausstellungsgelände vergrößert sich damit auf 200.000 Quadratmeter.

Den ausführlichen Nachbericht zur Messe selbst sowie die Statements der Fensterbauer, die der BAU den Rücken gekehrt haben als auch derjenigen, die weiterhin in München Flagge zeigen wollen, lesen Sie in der Februar-Ausgabe von bauelemente bau, die am 9. Februar erscheinen wird. Darin veröffentlichen wir auch den ersten Teil unserer ausführlichen Messe-Nachlese zur BAU.

 

 

 

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