Von der Schlosserei zum Vollsortimenter
Herceg setzt auf eigene Kapazitäten und durchgängige Daten
Am Standort in Srebrenik produziert Herceg heute Fenster und Türen aus PVC, Aluminium und Holz für Kunden in zahlreichen europäischen Märkten. Foto: bauelemente bau
Was 1983 als kleiner Handwerksbetrieb begann, ist heute ein Unternehmen mit mehr als 420 Mitarbeitenden und einer Fertigungsfläche von rund 20.000 Quadratmetern. Herceg d.o.o. aus Srebrenik fertigt Fenster und Türen aus PVC, Aluminium und Holz und liefert einen Großteil seiner Produkte in europäische Märkte. Die Entwicklung des Unternehmens war dabei immer auch eine Entwicklung der eigenen Herstellung. Eine Begleiterin auf diesem Weg ist die Forterro Klaes GmbH: Seit 1998 hat sich die Zusammenarbeit von der klassischen Auftragsbearbeitung bis hin zur durchgängigen Einbindung in die Produktion entwickelt.
Als die Brüder Herceg das Unternehmen 1983 gründeten, war an den heutigen Produktionsstandort noch nicht zu denken. Geländer, Eisentore und klassische Schlosserarbeiten bestimmten zunächst das Geschäft. Bis Anfang der 2000er-Jahre lag der Schwerpunkt auf dem bosnischen Markt und den angrenzenden Regionen. Dann begann sich das Unternehmen Schritt für Schritt zu verändern.
Ein wichtiger Wendepunkt war das Jahr 2001. Herceg übernahm einen lokalen Betrieb mit rund 60 Mitarbeitenden und den dazugehörigen Maschinen. Gleichzeitig wurde gezielt in neue Technik investiert. Dabei setzte das Unternehmen nicht allein auf Maschinen und Anlagen. Auch die Erfahrungen der Mitarbeitenden flossen in die Entscheidungen ein. Dieser enge Bezug zwischen Technik und Mitarbeitenden sollte die weitere Entwicklung von Herceg prägen.
Auch der Blick über die Landesgrenzen hinaus wurde wichtiger. 2003 begann das Unternehmen, den niederländischen Markt aufzubauen. Der Einstieg erfolgte über mehrere Jahre und wurde anschließend über weitere Händler ausgebaut. Die Anforderungen waren hoch und umfassten unter anderem entsprechende Zertifizierungen. Seit 2006 arbeitet Herceg zudem mit einem Handelspartner in den Niederlanden zusammen.
Heute ist aus dem zunächst regional ausgerichteten Betrieb ein Unternehmen mit internationalem Kundenkreis geworden. Rund 85 Prozent der Produktion gehen ins Ausland, insgesamt beliefert Herceg mehr als 27 Länder. Die Niederlande sind mit rund 36 Prozent inzwischen der wichtigste Absatzmarkt, gefolgt von Belgien und dem heimischen Markt. Deutschland kommt auf gut 13 Prozent, hinzu kommen unter anderem die Schweiz und Österreich.
Herceg konzentriert sich dabei auf die Fertigung. Private Endkunden gehören nicht zur direkten Kundschaft. Stattdessen liefert das Unternehmen an Händler, Hersteller und Fensterbauer, die den Vertrieb beziehungsweise die Montage übernehmen. Für die Transporte setzt Herceg auf Speditionen, während die Zollabwicklung am eigenen Standort erfolgt. So sind die notwendigen Schritte für die Ausfuhr bereits erledigt, bevor die Ware auf den Weg zum Kunden geht.
Die eigene Herstellung wird zum Erfolgsfaktor
Mit dem Exportgeschäft wuchs auch der Anspruch an die eigene Produktion. Immer mehr Arbeitsschritte sollten im Unternehmen selbst abgebildet werden. Heute fertigt Herceg Fenster und Türen aus PVC und Aluminium ebenso wie Holz- und Holz/Aluminium-Elemente. Dazu kommen Hebe-Schiebe- und Panoramaelemente, Eingangstüren sowie zahlreiche Sonderkonstruktionen. Diese Vielfalt ist auch deshalb möglich, weil Herceg einen großen Teil der Wertschöpfung am eigenen Standort hält. Isolierglas, Metallbearbeitung, Beschichtung, Montage und Beschlagtechnik gehören ebenso dazu wie ein eigenes Prüfzentrum und ein Showroom.
Die vollständige Reportage lesen Sie in der kommenden Ausgabe von bauelemente bau, welche am 5. November erscheinen wird, auf den Seiten 28 bis 31.
Die Homepage von Herceg rufen Sie am besten über diesen Link auf…
…und zum virtuellen Auftritt der Forterro Klaes GmbH geht es hier entlang.
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