4. November 2026

Schirmer feiert Spatenstich für neuen Hauptstandort

Größte Investition in der Unternehmensgeschichte

Beim Spatenstich (v.l.): Toralf Evert, Thorsten Hochhard, Ludger Martinschledde, Hans Beckhoff und sein Sohn Johannes Beckhoff, Andreas Sunder und Robin Rieksneuwöhner. Foto: Schirmer

Am 21. Oktober 2026 hat offiziell der Bau für die bislang größte Investition in der Geschichte der zur Beckhoff Automation-Gruppe gehörenden Schirmer Maschinen GmbH aus Verl begonnen. Vertreter der lokalen Politik und Verwaltung und der Familie Beckhoff sowie Verantwortliche vom Bauherren Schirmer und vom Generalunternehmer Goldbeck trafen sich zum ersten Spatenstich.

Das Unternehmen baut grenzüberscheitend zwischen den beiden Kommunen Verl und Rietberg. Auf dem Gelände des Stammsitzes an der Stahlstraße entsteht mit neuen Verwaltungs- und Produktionsgebäuden ein modernes und größeres Werk, mit dem der Maschinenbauer alle seine Unternehmensbereiche an einem Standort zusammenführt und sich für die Zukunft aufstellt.

Schirmer entwickelt sich dynamisch. Zwischen 2019 und 2024 hatte sich der Umsatz des 1979 gegründeten und international agierenden Maschinenbauers auf 80 Mio. Euro verdoppelt. Im gleichen Zeitraum wuchs die Anzahl der Mitarbeiter überdurchschnittlich; der Anteil des Fachkräftenachwuchses verdreifachte sich auf aktuell 24 Auszubildende. 2025 erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 300 Mitarbeitern und einem 70-köpfigen, exklusiv für Schirmer arbeitenden Team von Beckhoff Automation einen Umsatz von knapp 90 Mio. Euro. In diesem Jahr erwartet Schirmer weiteres Wachstum.

Um das aktuelle und künftig erwartete Wachstum abzuleisten, investiert Schirmer jetzt in ein neues, größeres und modernes Werk und die dafür notwendige Betriebsausstattung und bekennt sich damit klar zum Standort Ostwestfalen. Das Unternehmen sieht sich als Technologieführer im Premiumsegment der hoch automatisierten Profilbearbeitung und als Lösungsanbieter. Dazu konfiguriert Schirmer aus einem Baukasten weitestgehend standardisierter Prozessmodule auf kundenindividuelle Produkt- und Produktionsanforderungen abgestimmte Maschinenkonzepte für die Bearbeitung von PVC-, Aluminium- und Stahlprofilen in verschiedenen Branchen, zum Beispiel Fenster- und Fassadenbau, Luft- und Raumfahrt, Automotive, Railway, Maschinenbau, Möbel- und Innenausbau.

Solides Fundament für weiteres Wachstum

Die neue Produktion, für die nun der Spatenstich erfolgt ist, soll im Herbst 2027 fertiggestellt sein. Sie wird auf 28.500 Quadratmetern Bruttogeschossfläche Fertigung, Vormontage, Endmontage und Inbetriebnahme umfassen. 2028 folgt dann die Fertigstellung des Verwaltungsgebäudes mit rund 4.200 Quadratmetern Bürofläche. Hier ziehen unter anderem Konstruktion und Entwicklung von Schirmer ein sowie einige Bereiche von Beckhoff Automation.

Mit dem Neubau bündelt Schirmer alle Unternehmensbereiche, die neben Verl bislang noch in Gütersloh-Avenwedde und Gütersloh-Spexard ansässig sind. Das optimiert nicht nur Prozesse, Informations- und Materialflüsse sowie Logistik entlang der Wertschöpfungskette. Es schafft mit attraktiven Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie den Kapazitäten für Investitionen auch die Voraussetzung für den Ausbau der Wertschöpfungstiefe und für weiteres Wachstum. Schirmer-Geschäftsführer Ludger Martinschledde schätzt das künftige Umsatzpotenzial auf 150 Millionen Euro.

Partner aus der Region

Für den Neubau hat der Investor das europaweit tätige Bau- und Dienstleistungsunternehmen Goldbeck beauftragt; die Goldbeck Nord GmbH Niederlassung Bielefeld realisiert das Projekt. „Die Schirmer Maschinen GmbH hat früh ein klares Bild ihrer zukünftigen Produktions- und Logistikprozesse beschrieben“, berichtet Marc Schumann, Verkaufsingenieur bei Goldbeck. Goldbeck-Projektleiter Toralf Evert betont die gute Zusammenarbeit: „Großprojekte werden nicht allein auf der Baustelle entschieden, sondern vor allem in der Zusammenarbeit der Menschen dahinter. Die offene und konstruktive Abstimmung mit der Schirmer Maschinen GmbH als Bauherrin sowie den Städten Rietberg und Verl hat entscheidend dazu beigetragen, dass wir nun planmäßig in die Umsetzung starten können.“

Auf die Homepage von Schirmer gelangen Sie über diesen Link.

 

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