16. Oktober 2020

Fraunhofer und Hörmann entwickeln Brandschutzglas auf Hydrogelbasis

Neues Brandschutzglas: Kein giftiges Acrylamid mehr, um etwa 85 Prozent weniger Prozessabfälle, schlankerer Produktionsprozess, maximale Leistungsfähigkeit. Foto: Fraunhofer / Banczerowski

Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik Umsicht in Oberhausen und das Familienunternehmen Hörmann haben eine neuartige Brandschutzverglasung entwickelt, die selbst extremer Hitze widersteht – und innerhalb von vier Jahren vom Becherglas in die Produktion überführt. Kein giftiges Acrylamid mehr, um etwa 85 Prozent weniger Prozessabfälle, schlankerer Produktionsprozess, maximale Leistungsfähigkeit: Dafür erhält das Entwicklerteam den Joseph-von-Fraunhofer-Preis.

Das neue Brandschutzglas verzichtet auf krebserzeugendes Acrylamid und lässt sich somit toxikologisch unbedenklich verarbeiten. Statt 150 bis 160 Kilogramm wie bisher fallen bei der Herstellung der neuartigen Brandschutztüren pro Tag nur 20 Kilogramm Prozessabfälle an. Die Automatisierungsrate ist höher, der Produktionsprozess verschlankt, die Nachvollziehbarkeit und die Reproduzierbarkeit sind auf ganzer Linie gegeben.

Bei Bränden widersteht die Verglasung den Flammen und der Hitze von über 1.000°C der geforderten Standzeiten, die bis zu 120 Minuten betragen können. Für diese Entwicklung erhalten Dr. Holger Wack und Damian Hintemann vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik Umsicht und Thomas Baus von der Hörmann KG Glastechnik den Joseph-von-Fraunhofer-Preis.

Weitere Informationen zum Fraunhofer Institut finden Sie unter diesem Link.

Zusätzliche Infos zum Hersteller von Brandschutztüren und -wänden gibt es hier.

 

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