22. März 2021

Die Trends beim Fenster

Großformatige Fenster mit filigraner Optik liegen im Trend, so der VFF. Foto: Schüco International KG

Kein anderes Bauteil entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten qualitativ so schnell wie das Fenster. Der Verband Fenster + Fassade (VFF) stellt die wichtigsten Neuerungen und aktuellen Highlights für Fenster, Türen und Fassaden vor.

Die größte Entwicklung gab es im Bereich Wärmeschutz. Noch bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts glichen Fenster eher kleinen Öffnungen in der Wand. Der Grund war, dass über die Fensteroberfläche viel Wärme verloren ging. Heutzutage sind Fenster dank moderner Isolierverglasungen und deutlich verbesserter Rahmen aber wahre High-Tech-Bauteile geworden, die nahezu jedes Panoramaformat erlauben und durch ihre solaren Gewinne und großen Flächen auch noch Kosten sparen.

Schlanke Konstruktionen mit Komfort

„Transparenz und Weite liegen in der modernen Architektur absolut im Trend. Deshalb werden auch die Rahmen immer filigraner“, berichtet VFF-Geschäftsführer Frank Lange. Gleichzeitig bestehe der Wunsch nach einem nahtlosen Design bei höchster Funktionalität. „Schmale Rahmenansichten und vielfältige Flügelkonstruktionen bis hin zu geklebten rahmenlosen Flügeln schaffen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und hohe Anteile an Transparenz“, führt Lange weiter aus. Dadurch entsteht ein harmonisches Fassadenbild.

Zusätzlich ist die Integration von Funktionen und Komfortelementen ein wichtiges Thema, um die einfache Bedienbarkeit zu erhöhen. „Leicht handhabbare Griffe und automatisierte Elemente für das Öffnen und Schließen per Knopfdruck sind beliebt und stark nachgefragt“, sagt der Fensterexperte.

Sicherheit

Komfort mit Sicherheit zu verbinden, ist ein weiterer großer Trend bei modernen Fenstern und Türen. „Ein nach RC1 – RC steht dabei für ‚Resistance Class‘ – zertifiziertes Fenster bietet einen Grundschutz. Ab RC2 leisten Fenster wirksamen Widerstand gegen Einbruchswerkzeug wie Schraubendreher oder Brecheisen. Im Privathaus würde ich dabei immer mit RC2 starten“, erklärt der VFF-Geschäftsführer. Zusätzliche Sicherheit bieten Alarm- oder Überwachungsanlagen, die mit einer Sensortechnik auf einen Glasbruch oder auch schon erste Erschütterungen am Fenster reagieren.

Smart Home

Das Thema Sicherheit spielt auch beim Trend Automation eine wichtige Rolle. Vollautomatische Systeme können in einem Smart Home dafür sorgen, dass Einbrecher fernbleiben – entweder durch Lampen, die automatisch ein- und ausgeschaltet werden oder durch Rollläden, die herauf- und runterfahren. Zusätzlich registrieren Fenster- und Türsensoren ein unbefugtes Eindringen und warnen den Hausbesitzer im Fall der Fälle über sein Smartphone.

Darüber hinaus können in einem intelligenten Haus, je nach Luftqualität und Raumtemperatur, Fenster selber öffnen und schließen und mit der Heizungssteuerung verbunden werden. An sonnenintensiven Tagen hebt und senkt sich die Verschattung automatisch, was die Raumtemperatur um bis zu zehn Grad senken kann. Eine automatisierte Verschattung und eine Lüftung zur Nachtauskühlung helfen, bei den Energiekosten deutlich zu sparen.

Abgerundet werden die Fenstertrends von immer stabileren und dauerhafteren Konstruktionen. „Der Grundsatz ‚Hauptsache günstig‘ ist veraltet. Heute sollen die Konstruktionen lange halten – Energieeffizienz, Funktionalität und Nachhaltigkeit sind gefragte Werte“, so Lange. „Das kommt modernen Fenstern und Türen aufgrund ihrer hochwertigen Verarbeitung und langlebigen Konstruktion sehr entgegen.“

Der Tipp des VFF

„Tipps und nützliche Hinweise für die optimale und persönlich sinnvollste Lösung für die eigenen Fenster und Türen können die Mitarbeiter im Fachhandel geben. Wer auf der Suche nach einem kompetenten Ansprechpartner ist, findet unter fenster-können-mehr.de einen Experten ganz in der Nähe“, sagt Lange abschließend.

Auf die Homepage des VFF gelangen Sie über diesen Link.

 

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