FVSB stellt Mitgliedern zwei wichtige Nachhaltigkeits-Tools zur Verfügung
In Sachen Nachhaltigkeit unterstützt der FVSB seine Mitglieder nun mit zwei wichtigen Tools. Foto: FVSB / KI-generiert
Um für seine Mitgliedsunternehmen den Weg zur nachhaltigen Produktion zu ebnen, hat der Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) zwei wichtige Vorhaben auf den Weg gebracht. Dies beinhaltet zum einen eine branchenbezogene Wesentlichkeitsanalyse und zum anderen ein verbandseigenes LCA-Tool.
Der Green Deal der EU erfordert unternehmerisch weitere Schritte. Dabei hilft der FVSB seinen Mitgliedern. Unter anderem wurde jüngst das Tool einer branchenbezogenen Wesentlichkeitsanalyse erstellt, dass die Mitglieder kostenfrei nutzen können. Dieses Werkzeug soll bei der Erstellung der unternehmensindividuellen Wesentlichkeitsanalyse helfen und den Aufwand zur Ermittlung der Angabepflichten verringern. Das Tool empfiehlt sich auch für nicht-berichtspflichtige Unternehmen, da die Ergebnisse beispielweise als Argumentationshilfe gegenüber Stakeholdern genutzt werden können.
LCA-Tool beauftragt
Zudem hat der FVSB kürzlich einen der führendenden Anbieter von Software, Daten und Dienstleistungen im Bereich Nachhaltigkeit mit dem Aufbau eines verbandseigenen LCA-Tools beauftragt. Das Werkzeug ermöglicht eine Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment, kurz: LCA): eine quantitative, nach Normen erstellte Umweltbilanz für einzelne Produkte oder Produktgruppen – vom Rohstoff über Produktion und Nutzung bis zur Entsorgung. So lassen sich Umweltwirkungen wie CO2-Ausstoß, Versauerung oder Ressourcenverbrauch messen und vergleichen und im Unternehmen gezielt steuern, etwa in Produktentwicklung, Einkauf, Produktion, Reporting und Strategie.
Die Ergebnisse haben vielfältige Verwendungszwecke: Sie bilden die Basis für eine EPD, fließen in die Nachhaltigkeitsberichterstattung ein und helfen, Scope-3-Emissionen konsistent zu erfassen und Berichte prüfbar zu machen – auch für freiwillige Berichte, um Schwerpunktprodukte und Verbesserungsprogramme zu definieren.
Zudem unterstützen LCA-Daten bei Ökodesign-Vorgaben, Green-Claims-Nachweisen und Lieferkettensorgfalt. In Ausschreibungen spielen die Daten eine wachsende Rolle, und für den Digitalen Produktpass (DPP), den die Bauprodukte-Verordnung fordert, werden sie künftig ohnehin benötigt. Berichtspflichtige Kunden, Lieferanten und Banken fordern darüber hinaus diese Daten von Herstellern für ihre eigene Berichterstattung (CSRD/ESRS). Aber auch Unternehmen ohne Berichtspflicht profitieren, da sie ihre Ergebnisse an Stakeholder kommunizieren können.
Mehr zum Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) gibt’s über diesen Link.
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