29.11.2018

„Wind muss in die Segel"


bb-Nachlese: Erstes Symposium Tageslicht des Bundesverbandes Flachglas (BF) bei Solarlux in Melle.

„Wind muss in die Segel
Jochen Grönegräs, Geschäftsführer des BF, begrüßt die Gäste des ersten Symposiums Tageslicht. Foto: bb.


Einen passenderen Ort hätte sich der Bundesverband Flachglas (BF) für sein Symposium zum Thema Tageslicht kaum aussuchen können. Die erste Veranstaltung des Symposiums fand am 27. November 2018 im Solarlux-Campus statt. Der neue Firmensitz der Solarlux GmbH wurde im September 2016 feierlich eröffnet und unter anderem unter Zuhilfenahme eines Lichtplaners geplant und gebaut. Nicht nur im Hauptgebäude des Campus, sondern auch in den Produktionshallen wurde explizit darauf geachtet, dass jeder Mitarbeiter mit Tageslicht in Berührung kommt. „Selten ist der Bezug zum Tageslicht so offensichtlich wie hier", kommentiert BF-Geschäftsführer Jochen Grönegräs den Austragungsort in seiner Eröffnungsrede.

Vor einem Jahr im Ende November war eigentlich bereits die erste Ausgabe des Symposiums in Hamburg geplant, welches jedoch aufgrund zu geringer Anmeldungen abgesagt werden musste. Dieses Jahr stand der Verband nicht vor diesem Problem: Insgesamt 55 Teilnehmer konnte der Organisator zum Termin in Melle zählen. Diese lauschten zu Beginn der Vortragsreihe den einleitenden Worten von Prof. Peter Andres, Inhaber und Gesellschafter des gleichnamigen Büros für Lichtplanung aus Hamburg. Andres ist in der Branche kein Unbekannter, er hielt beispielsweise beim Glaskongress 2016 in Grassau, bei der Velux-Vorabendveranstaltung zur BAU 2017 und bei den Rosenheimer Fenstertagen 2018 Vorträge über die Notwendigkeit von mit Tageslicht ausgeleuchteten Gebäuden. „Die Menschen müssen begreifen, wie wichtig Tageslicht für das menschliche Wohlbefinden ist. Das Kunstlicht sollte idealweise nur korrigieren, was das Tageslicht nicht schafft. Deswegen sind Veranstaltungen wie diese äußerst notwendig, um diese Botschaft auch nach außen zu tragen", so das Plädoyer von Andres.

Die weitere Vortragsreihe

Prof. Dr. med. Herbert Plischke, der eine Stiftungsprofessur für Licht und Gesundheit an der Hochschule München innehat, ging auf den gesundheitlichen Aspekt des Tageslichts auf den menschlichen Organismus ein. Ihm folgte mit dem Vortrag von Prof. Mathias Wambsganß, Professor für Lichtplanung und Gebäudetechnologie an der Hochschule Rosenheim, eine Darstellung, wie es um den aktuellen und zukünftigen Stand der Gebäudeplanung in Bezug auf Tageslicht bestellt ist. Nach der Mittagspause stellte Daniel Witzel von der Dial GmbH aus Lüdenscheid eine Möglichkeit der lichttechnischen Fassadenplanung vor.

Den Abschluss der Vortragsreihe, bevor es dann an die Besichtigung des Solarlux-Campus ging, machte Till Reine, Leitung Public Affairs bei Velux Deutschland. Er stellte die Wichtigkeit von Tageslicht als elementaren Faktor für Baukultur und gutes Wohnen heraus. „Tageslicht stellt einen großen Nutzen dar, dieser Nutzen muss auch ausreichend beschrieben werden. Wir müssen die hier angefangene Debatte um das Thema Tageslicht unbedingt fortsetzen. Die Segel haben wir heute gesetzt, jetzt muss der Wind auch dorthin gebracht werden. Das Thema ist generell noch zu wenig präsent", so Reine am Ende seines Vortrages.

Den kompletten Bericht zum Symposium Tageslicht und einer genaueren Beschreibung der Vorträge lesen Sie in der ersten Ausgabe von bauelemente bau im Jahr 2019. Diese erscheint am 3. Januar.

Auf die Homepage des BF gelangen Sie über diesen Link...

...die Initiative Tageslicht steuern Sie am besten hierüber an.

 

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