15. November 2017

Baubranche optimistisch trotz Kapazitätsengpässen

Monatliche Entwicklung der Baugenehmigungen im Wohnungsbau. Grafik: Statistisches Bundesamt.

Im Rahmen ihres Baukonjunktur Meetings informierte die Heinze GmbH über aktuelle Entwicklungen und Prognosen zur Baukonjunktur in Deutschland. Berichtet wurde schwerpunktmäßig über den Stand der Entwicklung im Wohnbau und Nichtwohnbau sowie über eine aktuelle Studie zu Kapazitätsengpässen in der Branche.

Die Bevölkerungsentwicklung in den kommenden Jahrzehnten ist eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Baukonjunktur. Wir werden älter, wir werden mehr (sofern die Zuwanderung sich bei jährlich mindestens 300.000 Menschen einpendelt) - zugleich steigen die Haushaltszahlen, deren durchschnittliche Größe aber sinkt. Aus der Bevölkerungsentwicklung lässt sich ableiten, dass vor allem der Mehrfamilienhausbau künftig einen Zuwachs erfahren wird, während der Eigenheimbau nach 2020 eher etwas rückläufig ist.

Die Flüchtlingskrise, die noch im vergangenen Jahr deutlichen Druck auf die Bauwirtschaft ausgeübt hatte (vor allem durch den akut notwendigen Wohnheimbau), hat sich etwas entspannt. Im laufenden Jahr sind lediglich 170.000 Flüchtlinge registriert worden. Im Wohnungsbau war die Genehmigungsentwicklung in den ersten 7 Monaten rückläufig. Eine Ursache dafür sind die starken Vorjahreswerte, die auch auf die Vorzieheffekte wegen der EnEV-Verschärfung zurückzuführen sind. Die vorgezogenen Baugenehmigungen fehlen dem Jahr 2017.

Ein weiterer Grund für die Genehmigungsdelle in 2017 dürfte auch die Bundestagswahl gewesen sein. So werden einige Bauherren und Investoren auf die angekündigten Wohnungsbauförderungen der neuen Regierung warten, um deren Wahlgeschenke mitzunehmen.

Betroffen von den aktuellen Rückgängen sind sowohl der Eigenheim- als auch der Mehrfamilienhausbau. Bei den Mehrfamilienhäusern lässt sich der Einbruch hauptsächlich auf die dramatischen Rückgänge der Genehmigungen von Wohnheimen für Flüchtlinge zurückführen. Für das Gesamt-jahr 2017 ist für den Mehrfamilienhausbau eine Stagnation und in 2018 eine leichte Belebung zu erwarten.

Auch im Nichtwohnbau war aufgrund der Vorzieheffekte im Jahr 2016 für 2017 ein größeres Wachstum kaum zu erwarten. Das Genehmigungsniveau kann 2017 aber weitgehend gehalten werden. Aufgrund der Verbesserung der konjunkturellen Situation wird für 2018 eine deutliche Belebung der Genehmigungsaktivitäten erwartet.

Heinze Baubranche 2017

 

 

 

Die Grafik in größerer Ausführung. Grafik: Statistisches Bundesamt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den kompletten Bericht lesen Sie in der nächsten Ausgabe von bauelemente bau, welche am 7. Dezember erscheinen wird.

Auf die Homepage der Heinze GmbH gelangen Sie bei einem Klick auf diesen Link.


Sie wollen regelmäßig über aktuellen Neuheiten und Entwicklungen informiert sein? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter oder schließen ein Abonnement der Print bzw. der e-paper Ausgabe von bauelemente bau ab.

Diese Nachricht teilen Facebook Logo Twitter/X Logo LinkedIn Logo Xing Logo Pinterest Logo



Das könnte Sie auch interessieren

17. Juli 2025

Drei Jahre VFF-Fördermittel-Service: Eine Bilanz

Der Fördermittel-Service des Verbandes Fenster + Fassade (VFF) feiert sein dreijähriges Bestehen: Über 500 registrierte Nutzende haben das Angebot seit dem Start wahrgenommen, um finanzielle Unterstützung für Sanierungsvorhaben zu …

23. Februar 2026

IVRSA macht auf Global Shading Day 2026 aufmerksam

Der Global Shading Day am 21. März 2026 rückt die zentrale Rolle von Sonnenschutzlösungen für Energieeffizienz, Gesundheit und klimaresiliente Gebäude in den Mittelpunkt. Der Awareness Day wurde von der European Solar Shading Organisation …

26. Juni 2026

bb-Serie: Das Rock dein Handwerk®-Erfolgskonzept von Armin Leinen – Teil 2

Der Markt ist hart umkämpft. Die Preisanstiege der letzten Wochen sind nun auch bei privaten und gewerblichen Endkunden angekommen. Die Wirtschaft schwächelt und so manch einer, der bislang gut verdient und damit investiert hat, sieht sich …

zur Übersicht