19. August 2019

?Wir rennen offene Türen ein"

bb im Gespräch mit Dr. Eckhard Keill (links im Bild) und Dr. Christian Faden.

Fotos: bb.

Roto, bisher Produzent von Beschlägen für Fenster und Türen sowie Wohndachfenstern, macht sich seit Jahresbeginn auch im After Sales Sektor stark. Hierzu wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2019 die Roto Frank Professional Service GmbH - kurz RPS - gegründet. Das Unternehmen bietet unterschiedlichen Zielgruppen ein breites Dienstleistungsspektrum zur Nachversorgung von Fenstern und Türen an. Dr. Eckhard Keill, Alleinvorstand der Roto Frank Holding AG, sowie Dr. Christian Faden, Geschäftsführer der Roto Frank Professional Service GmbH, erläutern im nachfolgenden Interview, mit welchen Leistungen welche Zielgruppen angesprochen werden. Zudem berichten sie, wie sich das dritte Standbein der Roto-Gruppe bisher entwickelt hat.

Die amtlich registrierten Einbruchzahlen sind seit 2015/2016 um rund 40 Prozent zurückgegangen. Infolgedessen sind auch die privaten Investitionen in verbesserten Einbruchschutz deutlich gesunken. Hat das Roto Professional Service einen schlechten Start beschert?

Dr. Keill: Davon kann nicht die Rede sein. Bei unseren strategischen Überlegungen zur Gründung der RPS haben wir neben der Nachrüstung zur Verbesserung der Einbruchhemmung eine ganze Reihe weiterer Geschäftsfelder definiert. Wir konnten feststellen, dass alle auch funktionieren, was sich in einer guten Auftragslage bemerkbar macht. Wir konnten daher das rückläufige Geschäft im Bereich Einbruchhemmung mehr als kompensieren.

Welche Zielgruppen spricht die RPS mit ihren Angeboten an?

Dr. Faden: Die Unternehmen, die wir akquiriert haben, waren früher überwiegend im Privatkunden-Geschäft unterwegs. Mit den erweiterten Dienstleistungen sprechen wir jetzt auch Fenster- und Türenhersteller, Bauelemente-Händler, Versicherungen, Fertighaushersteller und die Wohnungswirtschaft an.

Welche Leistungen bieten Sie den unterschiedlichen Zielgruppen?

Dr. Faden: Bei Privatleuten geht es in der Regel um den Austausch von Beschlägen, Dichtungen oder Gläsern, das Einstellen von Beschlägen, die Verbesserung der Einbruchhemmung oder die Reparatur von Einbruchschäden. Bei den gewerblichen Kunden sind dagegen Dienstleistungen wie die Schluss-Abnahme mit Behebung der Beanstandungen, die Prüfung und Abwicklung von Gewährleistungsansprüchen sowie Wartungsverträge gefragt. Daneben kommen für die Wohnungswirtschaft auch die Betreuung der Objektübergabe bei Verwalterwechseln sowie Wirtschaftlichkeitsanalysen in Betracht, die belastbare Fakten für die Entscheidung „Fenstersanierung oder Austausch" liefern.

Welche Wachstumspotenziale sehen Sie für die nächsten Jahre?

Dr. Faden: 2019 ist für uns ein Aufbaujahr. Es hat uns gezeigt, dass es gut ist, mehrere Standbeine zu haben, sowohl, was die Kundengruppen angeht als auch das Leistungsspektrum. Wir haben in allen Bereichen noch längst nicht alle potenziellen Kunden angesprochen, zudem noch nicht alle denkbaren Leistungen im Programm. Das heißt, wir sehen große Potenziale für RPS.

Wie viele Standorte müssten noch hinzukommen, um ein flächendeckendes Angebot zu machen?

Dr. Keill: Eine Zahl von zehn bis 15 Betrieben ist insgesamt unser Ziel. Wir hoffen, in diesem Jahr noch Akquisitionen tätigen zu können, denn mit der angestrebten Flächendeckung sind wir noch nicht so weit wie geplant. Dringenden Bedarf haben wir aktuell im Raum Stuttgart sowie im Rhein-Ruhr-Gebiet.

Welche Voraussetzungen muss ein Unternehmen mitbringen, um als Partner bei RPS aufgenommen zu werden?

Dr. Faden: Ideal ist eine Betriebsgröße zwischen fünf und fünfzig Mitarbeitern. Wir betrachten die potenziellen Partner unter drei weiteren Gesichtspunkten. Zum einen geographisch: Die Firmen sollten in Ballungszentren mit hoher Bautätigkeit liegen. Zudem sollten sie technische Kompetenz und einen guten Ruf bei den Polizeibehörden und natürlich bei den Kunden mitbringen. Nicht zuletzt brauchen wir Leute, die sich nicht nur auf die Technik konzentrieren, sondern auch betriebswirtschaftlich denken und handeln.

Das vollständige Interview lesen Sie in der kommenden Ausgabe von bauelemente bau, welche am 5. September erscheinen wird.

Weitere Informationen zum breiten After Sales Service Programm von Roto finden sie hier.


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