23. August 2019

Die Bedeutung schaltbarer Gläser...

...für die Umsetzung der neuen Tageslichtnorm.

Je höher die Transparenz und damit der Tageslichteintrag, umso wichtiger ist es, die Besonnung und den Wärmeeintrag im Griff zu behalten. Foto: Halio.

Bereits 1935 erhielt mit der DIN 5034 ein deutsches Normenwerk Gültigkeit, das die Innenraumbeleuchtung mit Tageslicht zum Inhalt hatte. Erstaunlicherweise folgt mit der EN 17037:2018 „Tageslicht in Gebäuden" erst mehr als 80 Jahre später eine EU-Norm nach. Auf Basis neuester Erkenntnisse gibt sie Empfehlungen zur Tageslichtversorgung in Innenräumen und widmet sich darüber hinaus den Themen Aussicht, Besonnung und Blendschutz. Im nachfolgenden Beitrag geht es darum, welchen Beitrag zur modernen Tageslichtplanung schaltbare Sonnenschutzgläser wie Halio Glas zu leisten vermögen.

Schaltbare Gläser als Lösung

Je höher der Tageslichteintrag, umso größer ist die Herausforderung, die Balance zwischen Tageslichtversorgung, Besonnung und Wärmeeintrag zu finden. „Der Markt für Tageslichtsysteme ist in den letzten Jahren ungemein kreativ gewesen", freut sich Robert Jagger, Country Sales Manager DACH bei Halio International, einem belgischen Hersteller von schaltbaren Glas-Systemen. „So reagieren dimmbare Verglasungen automatisch auf die Witterung draußen und können bedarfsgerecht programmiert werden. Intelligent vernetzt schaffen Halio Gläser ideale Bedingungen hinsichtlich Sehqualität, thermischer Behaglichkeit und Energieeffizienz", fährt Jagger fort.

EN 17037 gibt Zielwerte für die Tageslichtqualität

Insbesondere für diese drei Kriterien gibt die EN 17037 Planern und Bauherren die Basis für Zielwerte der Tageslichtversorgung von Innenräumen. Dabei unterscheidet die Norm zwischen den Stufen „Gering", „Mittel" und „Hoch". Sie führt den Begriff Tageslichtzufuhr ein, der nun erstmals die Tageslichtqualität über ein ganzes Jahr bewertet und lokale Wetterdaten in die Berechnung einbezieht. Die einzelnen Stufen sind erfüllt, wenn 50 Prozent der Fläche während 50 Prozent der Tageslichtstunden die jeweilige Ziel-Beleuchtungsstärke erreicht haben und wenn mindestens 95 Prozent der Fläche während 50 Prozent der Tageslichtstunden die minimale Ziel-Beleuchtungsstärke erreichen.

Sicht nach draußen ist wichtig

Auch für die Aussicht aus dem Raum, die Besonnung sowie den Blendschutz wurden drei Empfehlungsstufen von „Gering" über „Mittel" bis „Hoch" festgelegt. Neu ist, dass die Sichtverbindung nach außen der Aufenthaltsort der Nutzer im Raum herangezogen wird und in die Bewertung einfließt, ob Himmel und Erdboden zu sehen sind. Bei der Besonnung wird die Dauer der Sonneneinstrahlung (Minimalempfehlungen von 1,5 h bis 4 h) an einem bestimmten Stichtag bei gleichzeitigem Überschreiten eines minimalen, geografisch unterschiedlichen Sonnenhöhenwinkels berechnet. Die Bezugspunkte liegen in der Fensterebene.

Darüber hinaus empfiehlt die EN 17037 als Wert für den Blendschutz die Daylight Glare Probability (DGP), also die Wahrscheinlichkeit, mit der eine Person durch Licht geblendet wird. In die DGP-Simulation fließen Kennzahlen wie vertikale Beleuchtungsstärke am Auge, Leuchtdichte, sowie Raumwinkel und Position der Blendquelle ein. Nur „Verglasungen mit geringer Transmission" oder „elektrochrome Verglasungen", die im gedimmten Zustand nur noch eine sehr geringe Lichttransmission erlauben, werden neben herkömmlichen Beschattungssystemen als geeigneter Blend- und Sonnenschutz empfohlen.

Auch, wenn die Minimalanforderungen für die Tageslichtversorgung in der EN 17037 sehr niedrig festgelegt wurden, so ist sie doch Ausdruck der Tatsache, dass die Tageslichtplanung weiterhin an Bedeutung gewinnt.

Lichtmanagement

Ungetönt weisen Halio Gläser einen Lichtdurchlassgrad von 65 Prozent auf, mit einem Farbwiedergabeindex von 97 Prozent im klaren Zustand sind sie komplett farbneutral und zeigen auch bei fortschreitender Grauabtönung weder einen unnatürlichen Blaustich noch Raster oder sprunghafte Verläufe auf. In weniger als drei Minuten können Halio Gläser auf einen minimalen Lichtdurchlassgrad von 2 Prozent gedimmt werden, das Halio Glas-System ist damit sehr schnell. „Die Halio Steuerung hält den Tageslichteinfall automatisch auf einem Optimum und kann daher bis zu 22 Prozent der Kosten für Klimatisierung und Heizung einsparen", erklärt Marketingleiterin Katia Hansen.

Einen hohen Automationsgrad gewährleistet die Halio Cloud. Sie kommuniziert mit allen gängigen Gebäudeautomationssystemen und kann wahlweise über Apps, Sprachassistenten oder dezentrale Bedienpanels angesprochen werden. „Die Halio Cloud ist bestens für die Anwendung der EN 17037 gerüstet", ergänzt Hansen. „Wir können sowohl individuelle Vorlieben als auch geografische Lage, Ausrichtung der Fassaden und Witterungsbedingungen in unser Tageslichtmanagement einfließen lassen."

Mehr Informationen zum Unternehmen gibt es unter diesem Link.


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