20. September 2019

Wahrlich kein Ruhmesblatt

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de.

Die Fehlerkosten am Bau beschäftigt die Branche weiterhin - trotz aller Bemühungen, hier endlich mal effektiv entgegenzusteuern. Leider rangiert die Fehlerkostenhöhe am gesamtdeutschen Bau auch in 2018 erneut in zweistelliger Milliardenhöhe. Nach einer aktuellen Analyse von BauInfoConsult beläuft sich der Fehlerkostenanteil am gesamten 2018er Branchenumsatz im Schnitt bei 14 Prozent. Dies entspräche Fehlerkosten von 17,8 Milliarden Euro - bezogen auf den für 2018 erfassten baugewerblichen Umsatz.

Da keine offiziellen Statistiken zu den Fehlerkosten geführt werden, muss man sich anderen Instrumenten bedienen, um die jährliche Fehlerkostensumme annähernd zu erfassen. Hierzu führt BauInfoConsult seit über zehn Jahren alljährlich seine umsatzanteilige Fehlerkostenanalyse durch.

Für das Jahr 2018 schätzen die befragten Bauakteure, dass der Fehlerkostenanteil am gesamten Branchenumsatz bei durchschnittlich 14 Prozent liegt. Bezogen auf den vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie berechneten baugewerblichen Umsatz von 127 Mrd. Euro in 2018 ergibt sich demnach eine Fehlerkostensumme von 17,78 Milliarden Euro.

Neben der Fehlerkostenhöhe - die ja oftmals auch von der Projektgröße abhängt - ist auch die Frequenz von Bedeutung, mit der der Fehlerkostenteufel zuschlägt. Hier scheint die Situation in 2018 weniger dramatisch ausgefallen zu sein. So berichten die Bauakteure davon, dass im Schnitt bei 4,6 Prozent ihrer eigenen Bauprojekten Fehlerkosten produziert wurden - zumindest ist dies die eigene Einschätzung der von ihnen in 2018 umgesetzten Bauvorhaben.

Die Fehlerkostenanalyse entstammt der Jahresanalyse 2019/2020, der jährlichen Baustudie von BauInfoConsult.

Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link.


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