6. Dezember 2019

bb-Sonderthema: Innentüren

Am liebsten unsichtbar

Auch im Wohnungsbau sind heute mehr und mehr flächenbündig integrierte Türenlösungen mit unsichtbaren Zargen und Beschlägen gefragt. Foto: Eclisse.

Nach der im April veröffentlichten Marktübersicht der Innentüren widmen wir uns zum Jahresende mit dem bb-Sonderthema Innentüren noch einmal intensiv diesem Bauelement. Wir präsentieren die von den Unternehmen aktuell auf den Markt gebrachten Neuheiten, geben damit einen Überblick über die vorherrschenden Gestaltungstrends.

Klar erkennbar ist schon seit Jahren, dass Konstruktionen, die ursprünglich für den Einsatz im Objektbereich vorgesehen waren, für den Einsatz im Wohnbau adaptiert werden. Das wird erkennbar an den geschosshohen Elementen, deren Anteil stetig zunimmt oder stumpf einschlagenden Türen. Besonders hoch im Kurs stehen aber aktuell flächenbündig in der Wand integrierte Elemente. Hierfür bieten eine ganze Reihe von Innentürenherstellern entsprechende Zargenlösungen, darunter auch solche, die komplett verdeckt in der Wand integriert werden können. Die passende Ergänzung dazu sind verdeckt liegende Beschlagsysteme, sodass sichergestellt ist, dass kein Funktionsteil die flächige Optik stört.

Lösungen auch für die Sanierung?

Der Wermutstropfen: Die Zargensysteme sind für den Einsatz im Neubau konzipiert. Wer sie dennoch im Altbau einsetzen möchte, muss dann eben Verluste bei der Durchgangsbreite oder größere Umbauarbeiten in Kauf nehmen.

Vorfertigung spart wertvolle Montagekapazitäten

Aktuell klagen nicht nur die Fensterhersteller über mangelnde Montagekapazitäten. Auch manch eine Innentür wird nicht verbaut, weil es dem Händler oder Handwerksbetrieb an den dafür notwendigen Monteuren fehlt. Der Türenkonzern Jeld-Wen mit seiner Marke Dana hat sich dieses Problems angenommen und bietet seinen Kunden hoch vorgefertigte Türenelemente, bei denen die Rosette bereits vormontiert ist. Dem Monteur bleibt daher als Tätigkeit am Türblatt nur noch, den Türgriff einzustecken. Da nicht abzusehen ist, wann sich die Situation bezüglich der Montagekapazitäten entspannt, ist die Türenindustrie gut beraten, über weitere Möglichkeiten einer sinnvollen Vorkonfektionierung nachzudenken.

Unser Sonderthema zu den Innentüren lesen Sie ab Seite 54 in der Dezember-Ausgabe von bauelemente bau.

 

 

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