12. März 2020

Wies Fensterbau stellt Insolvenzantrag

Foto: Wies Fensterbau.

Die überregional tätige Wies Fensterbau GmbH mit Sitz in Spabrücken hat am 9. März 2020 wegen drohender Zahlungsunfähigkeit beim Amtsgericht Bad Kreuznach einen Insolvenzantrag gestellt. Das Familienunternehmen beschäftigt insgesamt 66 Mitarbeiter. Das Amtsgericht hat am 10. März 2020 Rechtsanwalt Jens Lieser von Lieser Rechtsanwälte zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Lieser und sein Insolvenzteam verschaffen sich derzeit ein umfassendes Bild über die wirtschaftliche Lage vor Ort, um eine nachhaltige Sanierung und langfristige Zukunftslösung des 1949 gegründeten Unternehmens zu ermöglichen. Trotz der Insolvenz laufe der Geschäftsbetrieb stabil und uneingeschränkt weiter. Aufträge würden im vollen Umfang weiter angenommen und bearbeitet.

„Die Bauwirtschaft boomt derzeit, sodass es nach wie vor einen erheblichen Bedarf an den Produkten und Leistungen von Wies Fensterbau gibt. Daher sehe ich gute Chancen für eine Sanierung und Fortführung", sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Jens Lieser. Ziel sei der Verkauf an einen neuen Investor im Rahmen einer übertragenden Sanierung und der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze. Zu diesem Zweck will Lieser in den nächsten Wochen Gespräche mit Gläubigern, Banken und potentiellen Investoren führen.

Löhne und Gehälter gesichert

Die Mitarbeiter wurden auf einer Betriebsversammlung über die Insolvenz und die weiteren Schritte informiert. Die Löhne und Gehälter der 66 Beschäftigten sind bis Ende April 2020 durch das Insolvenzgeld gesichert. Das Unternehmen hat auf Grund des starken Wettbewerbs und geringer Margen bereits Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Diese hätten allerdings nur bedingt Früchte getragen.

Die Internetseite von Wies erreichen Sie über diesen Link.


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