27. April 2020

„Ich bin dennoch optimistisch“

bauelemente bau im Gespräch mit Klaus Gayko, Geschäftsführer der Gayko Fenster-Türenwerk GmbH

Klaus Gayko. Foto: Gayko Fenster-Türenwerk GmbH

Welche Auswirkungen verspüren Fensterbauer durch die Corona-Krise? Wie gelingt Ihnen der Spagat zwischen der Sicherheit für die Mitarbeiter und Stabilisierung der Produktion? Darüber sprachen wir mit Klaus Gayko, dem Geschäftsführer der Gayko Fenster-Türenwerk GmbH. Dieser ist trotz der Risiken optimistisch, was das Fenstergeschäft in den nächsten Monaten angeht.

Im Zuge der Corona-Krise ist viel von Hamsterkäufen die Rede gewesen. Bei Fenstern konnten Sie das aber nicht feststellen, oder?

(herzhaft lachend) Nein, leider nicht. Aber wir bieten die sichersten Fenster, damit das gehamsterte Toilettenpapier nicht geklaut wird!

Die Corona-Krise droht mehr und mehr auch zu einer Wirtschaftskrise zu werden. Wie stellt sich aktuell die Situation bei Ihnen im Betrieb dar?

Im ersten Quartal sind wir über 15 Prozent gewachsen. Und wir sind mit Aufträgen bis in den Juni hinein versorgt. Die Corona-Krise spüren wir derzeit im Auftragseingang noch nicht. Auch von unseren Lieferanten höre ich, dass das erste Quartal recht gut gelaufen ist und auch andere Fensterbauer gut ausgelastet sind. Was uns hilft ist die Tatsache, dass wir verkaufsstarke Kunden haben.

Mit welcher Entwicklung rechnen Sie für die nächsten Monate?

Das hängt wesentlich von den weiteren Maßnahmen der Bundesregierung ab und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft. Kommen harte Zeiten auf uns zu mit steigender Arbeitslosigkeit, sinkender Kaufkraft und Unsicherheit, dann werden auch wir das zu spüren bekommen. Auf der anderen Seite haben wir nach wie vor in Deutschland zu wenig bezahlbare Wohnungen. In der Gebäudesanierung erwarte ich durch die staatlichen Zuschüsse – ab diesem Jahr 20 Prozent – ein nachhaltiges Wachstum.

Für viele Menschen hat das eigene Heim in der Krise an Bedeutung gewonnen. Diejenigen, die über das nötige Geld verfügen, sind motiviert ihr Haus fit zu machen. Nicht zu unterschätzen ist die Angst ums eigene Geld. Diese könnte viele dazu motivieren, weiter in Immobilien zu investieren. Insgesamt bin ich daher eher optimistisch, was die weitere Entwicklung angeht.

Welche Maßnahmen haben Sie im Betrieb getroffen, um die Mitarbeiter zu schützen, aber zugleich den Betrieb aufrechtzuerhalten?

Die Gesundheit unserer Mitarbeiter hat höchste Priorität. Die Produktion wurde deshalb in zwei Schichten geteilt und die Arbeitszeiten etwas verkürzt. So haben wir räumliche Freiheiten geschaffen und dafür gesorgt, dass sich die beiden Gruppen nicht begegnen. Dennoch konnten wir die Effizienz erhalten. Mich überrascht, wie gut das funktioniert und mit welcher Disziplin unsere Mitarbeiter verantwortungsvoll mit den Sicherheitsmaßnahmen umgehen. In der Verwaltung haben wir unsere Mitarbeiter zum Teil ins Mobile Office geschickt. Die Kommunikation sowohl intern als auch zu unseren Kunden läuft weiterhin uneingeschränkt.

Das vollständige Interview lesen Sie in der kommenden Ausgabe von bauelemente bau, welche am 7. Mai erscheinen wird.

Auf die Homepage von Gayko gelangen Sie über diesen Link.

 

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