19. März 2021

Die Klebetechnologie von allen Seiten beleuchtet

„TechnologieForumZukunft“ der Gütegemeinschaft Kunststoff-Fensterprofilsysteme (GKFP)

Gerald Feigenbutz (r.), Geschäftsführer der GKFP, übernahm die Moderation; Dr. Michael Szerman lieferte den Teilnehmern die Basis-Informationen zur Klebetechnik. Foto: GKFP

Im Februar 2021 hat die Gütegemeinschaft Kunststoff-Fensterprofilsysteme (GKFP) ihre Fachtagungsreihe „TechnologieForumZukunft“ im interaktiven Online-Format gestartet. Für die erste Veranstaltung am 25. Februar stand das Thema „Gütegesicherte Klebetechnik – Mehrwert für den Fensterbau“ auf dem Programm. Dabei hatten die Organisatoren auf eine Kombination von Impulsvorträgen, Podiumsdiskussionen sowie Videoeinspielungen gesetzt.

Dr. Michael Szerman, Mitarbeiter der Veka AG und Vorstand der Gütegemeinschaft GKFP, lieferte den Teilnehmern in seinem Vortrag die Basis-Informationen zur Klebetechnik. Auch die Gütegemeinschaft beschäftigt sich schon viele Jahre mit der Klebetechnik beziehungsweise mit ihrer Einbeziehung in die Gütesicherung. Schon 2006 wurde eine erste Richtlinie für geklebte Fensterkonstruktionen unter dem Gütezeichen RAL-GZ 716 erarbeitet. Diese wurde 2009 veröffentlicht. Im Jahr darauf konnten erste Gütezeichen verliehen werden. Bei der Revision der RAL-GZ 716 im Jahr 2013 wurden geklebte Fenster im Teil 2 aufgenommen. Heute gibt es 20 aktive Gütezeichen und sechs Systemgeber verfügen über entsprechende Zulassungen.

Vor- und Nachteile abgewogen

Die Einführung der Klebetechnik beim Fensterbauer ist zunächst einmal mit erhöhten Kosten durch die Investition in einen Klebeautomaten verbunden. Hinzu kommt der Aufwand für den Umbau der Produktion, der EDV, der Kalkulation  sowie der Schulung der Mitarbeiter. Zudem ist die Verträglichkeit der eingesetzten Komponenten sicher zu stellen. Die Montage ist aufwändiger, weil ein Nachklotzen nicht möglich ist, auch der Glasaustausch ist mit einem höheren Aufwand verbunden. „Aus Sicht der GKFP ist das geklebte Fenster dennoch eindeutig das modernere Fenster“, machte Szerman deutlich und lieferte dann auch gleich noch die Argumente, die für die Konstruktionen sprechen.

Bereits zehn Millionen Fenster geklebt

Zu den Unternehmen, die schon sehr früh und konsequent die Klebetechnik eingeführt haben, gehört der österreichische Fensterhersteller Internorm. „Mit der Einführung der Klebetechnik 2002 hatten wir eine Lösung für die sichere Lastabtragung. Zudem bot uns die Technik die Möglichkeit der Automatisierung der Prozesse und wir konnten innovative Fensterkonstruktionen anbieten“, berichtete Engelbert König, Leiter der Produktentwicklung bei Internorm. 2012 wurde mit „I-tec“ Verglasung eine Marke geprägt. Heute werden bei dem Fensterunternehmen alle Elemente geklebt. Mittlerweile sind es insgesamt 10 Millionen Stück.

Anschließend berichteten einige Fensterbauer, die die Klebetechnik in Serie einsetzen, über ihre Erfahrungen.

Schon einmal vormerken

Die nächste Veranstaltung, die am 30. September stattfinden soll, hat unter dem Motto „Moderne und nachhaltige Schweißverfahren – Neue Wege smarter Verbindungen“ das Schwerpunktthema „Schweißverfahren“ auf der Agenda.

Den vollständigen Bericht zum „TechnologieForumZukunft“ der GKFP lesen Sie in der kommenden Ausgabe von bauelemente bau, welche am 8. April erscheinen wird.

Mehr Informationen zur GKFP erhalten Sie über diesen Link.

 

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