31. Mai 2022

Grünbeck stellt die Weichen für erhöhte Produktivität und Qualität

Einmal aufgehängt, durchlaufen die Elemente den kompletten Beschichtungsprozess. Foto: bauelemente bau

Die Fenster- & Türenbau Grünbeck GmbH mit Sitz in Plauen hat in den letzten Jahren umfangreich in ihre Holzfenster-Produktion investiert. Den Anfang machte der Bau einer neuen Produktionshalle, die unter anderem mit zwei Bearbeitungszentren aus dem Hause Biesse bestückt wurde. Komplettiert wurde die neue Holzfenster-Fertigung zum Ende 2021 mit einer neuen Beschichtungsanlage von Finiture, die exakt nach den Wünschen der Familie Grünbeck maßgeschneidert wurde. Die Anlage weist daher einige Besonderheiten vor allem bei der Fördertechnik auf, die so in dieser Form sonst nicht zu finden sind.

Dazu zählt die zeitsparende Querförderung in der Spritzkabine, als auch die Fortführung der Power and Free Förderanlage bis in die Endfertigung. Hierfür wurde gemeinsam eine ausgefeilte Weichentechnik entwickelt. „Die Lösung, die wir gemeinsam mit der Familie Grünbeck umgesetzt haben, ist in dieser Form einzigartig in der Branche“, berichtet mit sichtlichem Stolz Wilfried Mutschler, der die italienische Finiture s.r.l. schon seit vielen Jahren in Deutschland vertritt und in diesem langen Zeitraum eine Vielzahl von Projekten erfolgreich realisiert hat.

Grünbeck bietet seinen Kunden mit Fenstern und Türen aus Holz, Holz/Alu, Kunststoff als auch Aluminium eine breite Produktpalette. Diese umfasst auch das Angebot von Flucht- und Paniktüren. Darüber hinaus fertigt das Unternehmen schon seit 2006 geprüfte Holz-Brandschutzelemente. Mittlerweile zählt Grünbeck im F90 Bereich zu den Marktführern. „Wir sind keine Massenhersteller, sondern Spezialisten“, erläutert Geschäftsführer Jörg Grünbeck zur Positionierung seines Unternehmens im Markt.

Vierte Generation bringt sich ein

Er führt das Familienunternehmen seit 1990 gemeinsam mit seiner Frau Heike Grünbeck in der dritten Generation. Mit Sohn Maximilian ist bereits die vierte Generation im Betrieb aktiv. Der gelernte Tischlermeister und Technische Betriebswirt ist schon seit 2016 im Unternehmen tätig. In den zahlreichen Gesprächen zur Zukunft des Unternehmens wurde in der Familie auch die Modernisierung der Holzfenster-Fertigung thematisiert.

Schließlich wurde gemeinsam der Beschluss gefasst, umfassend zu investieren, getreu dem Motto „wenn, dann richtig“. „Die neue Halle für die Produktion der Holz- und Holz/Alu-Fenster ist mit dem darin enthaltenen Maschinenpark die bisher größte Investition in der Firmengeschichte. Diese hätten wir nicht in Angriff genommen, wenn unser Sohn nicht klar zum Ausdruck gebracht hätte, dass er den Betrieb weiterführen will“, macht Jörg Grünbeck deutlich.

Mit dem Bau der neuen Fertigungshalle in 2018 wurden zunächst auch zwei Bearbeitungszentren von Biesse sowie eine Schleifmaschine und ein horizontaler Fluttunnel für die Grundierung und Imprägnierung der Kanteln installiert. Die weitere Beschichtung erfolgte zunächst noch am Handspritzstand.

Für die neue Beschichtungsanlage wurde allerdings schon ein Platz in der Halle reserviert. „Die Anschaffung wäre ohnehin nötig gewesen, nur die Entscheidung wann diese erfolgen soll, war noch nicht getroffen“, berichtet Maximilian Grünbeck.

Anspruchsvolle Vorgaben gemacht

Im Sommer vor zwei Jahren war es dann soweit. Die Grünbecks hatten die Zwischenzeit genutzt, um ihre Vorstellungen und Wünsche klar zu formulieren und einen Plan für die neue Anlage erstellt. Ein Roboter sollte zum Einsatz kommen, mit dessen Hilfe auch Elemente bis zu einer Größe von drei mal fünf Metern beschichtet werden können. Darüber hinaus sollten die beschichteten Elemente, wie bisher, über die Förderanlage bis in die Endfertigung transportiert werden, um die Mitarbeiter vom Handling der großen und schweren Elemente zu entlasten. Auf Basis dieses Lastenheftes wurden die einschlägigen Anbieter von Beschichtungsanlagen aufgefordert, entsprechende Lösungen anzubieten. „Das Unternehmen Finiture hat nicht nur am schnellsten reagiert, sondern auch ein überzeugendes Konzept präsentieren können. Dabei hat sich die Fördertechnik als einer der Knackpunkte erwiesen“, berichtet Jörg Grünbeck.

Flexible Fördertechnik gibt den Ausschlag

Im August 2020 wurde ein erstes Gespräch mit Herrn Mutschler geführt. Dabei hatte Maximilian Grünbeck auch den hohen Zeitverlust angesprochen, der zwangsläufig mit dem komplexen Verfahrprozess zum Wenden der Elemente für die Beschichtung der zweiten Seite verbunden ist. Daraus wurde die Idee geboren, das Wenden in der Kabine mit Hilfe eines Querförderers möglich zu machen. „Die Umsetzung des Projektes nach unseren Wünschen war für Finiture eine Herausforderung, aber dies wurde sehr gut umgesetzt. Wir haben bekommen, was wir wollten, und können sagen, dass das, was heute in der Halle steht, unsere eigene Kreation ist. Besonders glücklich bin ich darüber, dass es möglich war, die Förderanlage bis in die Endfertigung durchzuziehen“, freut sich Jörg Grünbeck.

„Was auch für Finiture gesprochen hat, ist die Tatsache, dass alles – inklusive der Fördertechnik – aus einer Hand angeboten werden konnte“, ergänzt Maximilian Grünbeck. Anfang 2021 wurde daher der Auftrag an Finiture erteilt, woraufhin die Anlage zum Ende des letzten Jahres installiert wurde. „Finiture ist seit fünfzig Jahren Hersteller dieser Anlagen. Sämtliche Komponenten wie die Kabinen als auch die Förder- und die Spritztechnik etc. wird alles im Werk in Padua hergestellt“, so Mutschler.

Den kompletten Bericht lesen Sie in der kommenden Ausgabe von bauelemente bau, welche am 23. Juni sowohl druckfrisch als auch elektronisch verschickt wird.

Auf die Homepage von Grünbeck geht es hier entlang…

…und auf die Homepage von Finiture gelangen Sie über diesen Link.

 

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