7. Oktober 2022

Über die mechanische Sicherheit hinaus gedacht

bb-Nachlese: 2. Salzburger Sicherheitstage von Maco und Sika

Insgesamt 120 Teilnehmende kamen zur zweiten Ausgabe der Salzburger Sicherheitstage, hier am ersten Tag zur Theorie im Schloss Hellbrunn. Foto: bauelemente bau

Drei Jahre sollte es dauern, nun war es endlich wieder soweit: Nach der ersten Ausgabe der Salzburger Sicherheitstage im November 2019 fand die zweite Auflage der Branchenveranstaltung mit rund 120 Teilnehmenden Ende September 2022 statt. Die Veranstalter – die sich wie auch beim ersten Mal schon aus dem Beschlaghaus Maco und dem für die Branche bekannten Klebstoffhersteller Sika zusammensetzte – hielten am bewährten Konzept von Theorie am ersten und Praxis am zweiten Tag fest. Und das in tollem Ambiente: Der theoretische Teil wurde im Schloss Hellbrunn zu Anif abgehalten, die Praxis im Forschungs- und Innovationszentrum am Salzburger Hauptstandort von Maco.

Thematisch hatten die Veranstalter das Spektrum rund um die „Sicherheit“ erweitert. Nicht mehr nur der mechanische Aspekt stand im Mittelpunkt, auch die elektronische, thermische und akustische Sicherheit bekam ihren Platz. Und noch eine Neuerung: Bestand die Teilnehmerstruktur beim letzten Mal noch aus verarbeitenden und zuliefernden Unternehmen der Branche, gesellte sich bei den diesjährigen Salzburger Sicherheitstagen auch die Bauindustrie in die Runde und gab einen Einblick in die Sicherheit im Bauprozess aus Sicht des Generalunternehmers.

Die Begrüßung übernahm der neue Maco-Geschäftsführer Klaus Bichler, der die Bereiche Vertrieb & Marketing, Supply-Chain-Management (SCM) und Informationstechnologie verantwortet. Bichler leitet damit die Geschicke des Unternehmens gemeinsam mit Guido Felix, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung. „Der Drang zur Partnerschaft hat die Kooperation zur Firma Sika geebnet und somit auch zum Format der Salzburger Sicherheitstage“, erläuterte Bichler den Ansatz, vermehrt auf Partnerschaften zu setzen.

Ihm folgte mit Robert Andexer, Leiter des Geschäftsfeldes Tür & Service bei Maco. Anhand der Produktentwicklungen bei Maco werde das ganzheitliche Bild des Themas Sicherheit deutlich. So biete beispielsweise die fehlende Angriffsfläche bei nicht sichtbaren Beschlägen psychologische Sicherheit; diesem Aspekt werde durch das neue Instinct-Verschluss-System Rechnung getragen. Dieser vollmotorische Schlossbeschlag kann mit maximal acht beliebig gesetzten Verschlusspunkten eingebaut werden. Daher erlaube Instinct neue Gestaltungsmöglichkeiten einer Tür, da theoretisch auf Griffstange und Schloss verzichtet werden kann. „Die User bekommen dadurch eine Tür, die sie nicht einmal anfassen müssen“, so Andexer.

Bindung zum Kunden

Bei Co-Veranstalter der Salzburger Sicherheitstage, Sika, geht es nicht bloß um die Qualität des Klebers. Neben der Zusammensetzung des Produktes sind der richtige Einsatz und die optimierte Fertigung maßgeblich für den effizienten Prozess sowie die Sicherheit in der Fertigung und am Bauelement. Die Bindung zum Kunden gehe über das Produkt hinaus. „Zusammen mit der Firma Köster Aluminium haben wir den Fertigungsfluss in der Produktion bei Köster neu geplant und optimiert. Insgesamt konnten wir durch die Prozessoptimierung drei ganze Arbeitstage auf 0,5 reduzieren. Das ist ein Brett; das ist richtig wichtig und erfolgreich“, freut sich Andreas Dirksen, Business Development Manager und Experte in der Fensterverklebung bei Sika, und illustrierte damit anschaulich, was Partnerschaften auf Augenhöhe bewirken können.

Dasselbe Thema griff Ralf Stolte von Köster Aluminium in seinem Vortrag mit dem Titel „Mit Leidenschaft zum Erfolg“ auf. Dieser entstehe durch die richtige Einstellung und die gegenseitige Wertschätzung der Partner. „Der Kundendienst ist ein sehr wichtiges Thema bei uns und steht ganz oben“, brachte Stolte die Philosophie des Unternehmens näher. Mehr zu Köster Aluminium lesen Sie in der Titelgeschichte in dieser Ausgabe.

Nützliche Tipps zum Abschluss

Über Tipps und die Tücken bei der Montage informierte Georg Buschner, Key Account Manager bei der SFS intec GmbH. „Die fachgerechte Montage ist ein wichtiger Teil und gehört zur Qualität eines Bauelements dazu. Zu beachten sind dabei die vielen Einflussfaktoren, wie beispielsweise Material, Baukörperanschluss, Meterrisse, Lotrechtigkeit und viele mehr“, mahnte Buschner.

Zum Abschluss gab Udo Pauly, Leiter Vertrieb und Unternehmenskommunikation beim Generalunternehmer Porr, Tipps, wie Bauelemente-Hersteller im Projektgeschäft punkten können. „Der Kunde braucht beim Bau als Bauherr nicht nur Wirtschaftlichkeit, sondern auch Sicherheit. Um ihm dies zu garantieren braucht es gut funktionierende Stammpartnerschaften“, appellierte Pauly.

Den vollständigen Bericht lesen Sie in der kommenden Ausgabe von bauelemente bau, welche am 3. November erscheinen wird.

Auf die Homepage von Maco gelangen Sie über diesen Link…

…und zum virtuellen Auftritt von Sika geht es hier entlang.

 

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