26. Oktober 2022

Die Politik zu Gast bei der RTG

Zum Parlamentarischen Abend hatte Thomas Drinkuth von der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle RTG die baupolitischen Sprecher*innen der Parteien eingeladen. Foto: RTG

Unter dem Titel „Startpunkt Sanierungswelle – Baubranche zwischen Krisen und Chancen“ veranstaltete die Repräsentanz Transparente Gebäudehülle RTG am 18. Oktober 2022 in Berlin ihren ersten Parlamentarischen Abend in Präsenz. Vor Gästen aus der Politik und den Gebäudebranchen diskutierte Thomas Drinkuth, Leiter der RTG, zunächst die aktuelle Marktsituation mit den Verbandschefs Frank Lange (VFF), Jochen Grönegräs (BF) und Lars Rippstein (IVRSA).

Die Impulse aus dieser Runde waren dann Thema der folgenden Diskussion mit den Baupolitikern/-innen Anja Liebert (Bündnis90/Die Grünen), Bernhard Daldrup (SPD), Dr. Jan-Marco Luczak (CDU/CSU) und Daniel Föst (FDP). „In der aktuellen Krisensituation mit unbezahlbaren Energiepreisen sind natürlich dringend Entlastungsmaßnahmen nötig. Es muss aber auch darum gehen, jetzt gezielt die energetische Sanierung zu stärken und damit das Übel der hohen Energieverbräuche an der Wurzel zu packen. Das haben wir deutlich gemacht“, resümiert Drinkuth.

Deutlich mehr Gebäudesanierung sei aber nicht nur für die Stabilisierung des Energiesystems und die Versorgungssicherheit notwendig. Für die Baubranchen, die einen Rückgang der Neubautätigkeit erwarten, stellt sie zudem ein zunehmend wichtiges Geschäftsfeld dar. „Wir brauchen jetzt verlässliche politische Rahmenbedingungen. Die Sanierungswelle muss endlich Realität werden. Wenn Ordnungs- und Förderpolitik deutlich in diese Richtung zeigen, können wir uns darauf auch einstellen“, betonte Drinkuth.

Wichtig sei nicht nur eine kurzfristige Verbesserung der Fördersituation, sondern auch die Unterstützung der Bundesregierung für die derzeit in Brüssel verhandelten energetischen Mindestanforderungen an Bestandsgebäude. Die Abgeordneten betonten hier teils die Umsetzungsschwierigkeiten bei einem solchen Instrument, teils aber auch die Vorteile und die Notwendigkeit.

Zudem nutzte die RTG den Parlamentarischen Abend, um Kernergebnisse ihrer neuen Fachkräftestudie vorzustellen. „In der Montage von Fenster, Rollläden, Sonnenschutz und Automation sind Kapazitätsreserven für mehr Sanierung vorhanden. Zudem steigt die Produktivität. Aber: Um eine deutlich steigende Nachfrage nach Gebäudesanierung bedienen zu können, müssen wir auch Fachkräfte dazu gewinnen – gegen den demografischen Trend. Dafür brauchen wir politische Unterstützung“, fasst Drinkuth die Ergebnisse zusammen.

Die Studie der RTG wurde vom Marktforschungsinstitut B+L in 2021 und 2022 erstellt. Die Studie samt Grafiken sowie Bildmaterial vom Parlamentarischen Abend stehen auf der Homepage der RTG über diesen Link zur Verfügung.

 

Sie wollen regelmäßig über aktuellen Neuheiten und Entwicklungen informiert sein? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter oder schließen ein Abonnement der Print beziehungsweise der e-paper Ausgabe von bauelemente bau ab.

Sie meinen, diese Meldung könnte auch für Ihre Kollegen von Interesse sein? Dann freuen wir uns über Ihre Weiterempfehlung!

Diese Nachricht teilen Facebook Logo Twitter/X Logo LinkedIn Logo Xing Logo Pinterest Logo



Das könnte Sie auch interessieren

29. September 2025

Höhbauer feiert 75-jähriges Jubiläum

Die Höhbauer GmbH feiert im Jahr 2025 ihr 75-jähriges Jubiläum und festigt damit ihren traditionellen Platz in der Fenster-, Türen- und Wintergartenbranche. Das familiengeführte Unternehmen aus der Oberpfalz zählt zu den …

9. September 2025

Waremas Funksystem WMS bietet einfachen Einstieg für den Fachhandel

In der Sonnenschutz-Branche sind intelligent gesteuerte Markisen, Raffstoren und Co. schon etabliert. Für den Fachhandel bietet das Funksystem WMS von Warema einen einfachen Einstieg in den smarten Sonnenschutz.

Der Fachverband …

5. September 2025

Neue Auslobung des VFF Marketing Awards

Der Verband Fenster + Fassade (VFF) lobt 2026 erneut den VFF Marketing Award aus. Nach der erfolgreichen Ausgabe im Jahr 2024 wird das bewährte Format fortgesetzt und weiterentwickelt. Unternehmen der Fenster- und Fassadenbranche sind eingeladen, ihre …

zur Übersicht