Integrierter und autark gesteuerter Sonnenschutz
Internorm reagiert auf extreme Hitze-Ereignisse

Studien belegen, dass Sonnenschutz zum essenziellen Bestandteil von Bau- und Sanierungsprojekten wird und gleichzeitig eine nachhaltige Alternative zu teuren Klimaanlagen darstellt. Foto: Internorm
Die ersten sechs Monate des Jahres 2025 waren sehr warm und zählten zu den wärmsten auf unserem Planeten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Der Fenster- und Türenhersteller Internorm sieht die Zukunft daher in einer gedämmten, energieeffizienten Gebäudehülle mit intelligenten Fensterlösungen in Kombination mit außenliegendem Sonnenschutz.
Eine Simulationsstudie des deutschen Ingenieurbüros Prof. Dr. Hauser (IBH) warnt davor, dass aktuelle Bau-Normen den Anforderungen des gegenwärtigen und künftigen Klimas nicht mehr genügen. Gleichzeitig wird deutlich, dass ein effizienter Sonnenschutz eine gute Alternative zur energieintensiven Klimatisierung von Innenräumen ist. Zur Studie wurde eine Simulation für einen südseitigen Raum in einem Einfamilienhaus mit 35 Prozent Fensterfläche durchgeführt. Zugrunde gelegt wurden durchschnittliche Prognose-Klimadaten des Deutschen Wetterdienstes für die Jahre 2030 bis 2060. Dabei wurde festgestellt, dass ein solcher Raum ohne Sonnenschutz nicht mehr gesund bewohnbar wäre. Die Innentemperatur würde im Sommer regelmäßig über 30 Grad Celsius liegen.
Kleinere Fenster sind keine Alternative, wie das IBH-Gutachten darlegt. Im Simulationsbeispiel wäre erst bei 15 statt 35 Prozent Fensterfläche ein Verzicht auf Sonnenschutz möglich. Dies würde aber eine eklatante Unterversorgung mit Tageslicht und Frischluft verursachen. Die Studie unterstreicht, dass die sommerliche Überhitzung einer der wichtigsten Faktoren für die Gebäudeplanung der Zukunft ist.
Nachhaltige Alternative zur Klimaanlage
Zusätzlich zur verbesserten Wohnqualität führt Christian Klinger, Miteigentümer und Unternehmenssprecher von Internorm, Nachhaltigkeit als Argument für eine Offensive bei Gebäudesanierungen an und erklärt seine Bedenken gegenüber der künstlichen Kühlung von Innenräumen: „Unser Energieverbrauch ist ein maßgeblicher Faktor für den Klimawandel. Bedenkt man, dass das Herunterkühlen eines Raumes um ein Grad Celsius dreimal mehr Energie verbraucht als das Aufheizen um dieselbe Temperaturdifferenz und eine durchschnittliche Klimaanlage bis zu 440 kWh pro Jahr verbraucht, ist man gut beraten, auch den Hitzeeintrag ins Gebäude zu minimieren. Im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens sollten wir unseren Energieverbrauch immer bestmöglich minimieren – selbst wenn die Energie nachhaltig erzeugt wird.“ Bei der Planung sollte daher auch die Energieeffizienz der Gebäudehülle berücksichtigt werden.
Eine Studie des Beratungsunternehmens Guidehouse aus dem Jahr 2021 bestätigt diese Einschätzung. Ausgangspunkt war der steigende Energieverbrauch durch die Klimatisierung europäischer Gebäude und die Frage, inwieweit Sonnenschutzsysteme den Einsatz von Klimaanlagen limitieren können. Neben der Beschattung wurden auch Variablen wie Klimazone, Gebäudetyp und Gebäudedämmung einbezogen. Das Ergebnis: Sonnenschutz kann den Klimatisierungsbedarf auch in Zukunft massiv reduzieren und bei Einfamilienhäusern in westeuropäischen Klimagefilden sogar gänzlich unnötig machen.
Optimale Kombination
„Im ersten Schritt muss die Gebäudehülle optimal gedämmt und hinsichtlich der Energieeffizienz optimiert werden. Denn Energieeffizienz bedeutet auch, dass der Hitzeeintrag über Fassade und Fenster minimiert wird. Mit intelligenten Fensterlösungen in abgestimmter Kombination mit außenliegendem Sonnenschutz erzielt man so die besten Ergebnisse. Innenliegender Sonnenschutz bringt weniger, weil man dadurch nicht verhindern kann, dass sich das Fenster erhitzt und so selbst zum Wärmeträger wird. Außerdem empfiehlt es sich, an allen Fenstern des Gebäudes einen Sonnenschutz zu planen oder zu montieren, da die Sonne besonders zur heißen Sommerzeit von Nordosten nach Nordwesten wandert“, erklärt Klinger. Immer mitdenken sollte man bei derartigen Vorhaben auch die Möglichkeiten des Insektenschutzes, weil dieser hinsichtlich der fortschreitenden Fauna-Veränderung immer wichtiger wird.
Besonders gute Ergebnisse sind mit einer automatischen Beschattung zu erzielen, da diese das Hausinnere auch dann vor der Hitze bewahrt, wenn man nicht anwesend ist. Nicht zuletzt aufgrund der Zunahme der Gewittertätigkeit in Kombination mit Schlagregen (Starkregen mit sehr starkem Wind) ist eine digital steuerbare Beschattungsanlage, die auf ein derartiges Extremwetterereignis rechtzeitig reagiert, sehr ratsam. „Unsere Verbundfenster vereinen einen außergewöhnlichen Vierfach-Schutz in nur einem Fenster: Neben Sicht-, Wärme- und Schallschutz bietet die innovative Beschattungslösung I-tec Shading einen integrierten und völlig autark gesteuerten Sonnenschutz“, führt Klinger aus. Im Automatik-Modus wird die Temperatur gemessen und der automatische Sonnenschutz reagiert entsprechend mit den Jalousien.
„Die Beschattung der Zukunft sollte drei Eigenschaften kombinieren: ausgezeichneten Hitzeschutz, Lichtdurchlässigkeit und eine hohe Stabilität. Am besten in Kombination mit unseren innovativen Fenstern und außenliegendem Sonnenschutz“, befindet der Internorm-Unternehmenssprecher.
Sanierungsförderung ist alternativlos
Klinger regt darüber hinaus weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnqualität im Angesicht der Klimaerwärmung an. Die Regeln für Neubau und Sanierung sind in Österreich und ganz Europa sehr kompliziert und uneinheitlich. Eine Vereinheitlichung unter Berücksichtigung der klimatischen Veränderungen sei mehr als wünschenswert. Nahezu unumgänglich ist für Klinger die Fortführung der Sanierungsförderung in Österreich: „Hier geht es einerseits um wichtige wirtschaftliche Impulse. Jeder in Sanierung investierte Euro rechnet sich für den Staat doppelt. Und es geht um unsere Zukunft: Sanierte, energieeffiziente Gebäude sind ein wesentlicher Faktor bei der Erreichung der Klimaziele. Sie benötigen wenig Energie – sei es zum Kühlen oder zum Heizen – und sind somit ein Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft“, erklärt Klinger abschließend.
Mehr zu Internorm gibt’s über diesen Link.
Sie wollen regelmäßig über aktuellen Neuheiten und Entwicklungen informiert sein? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter oder schließen ein Abonnement der Print beziehungsweise der ePaper-Ausgabe von bauelemente bau ab.
Sie meinen, diese Meldung könnte auch für Ihre Kollegen von Interesse sein? Dann freuen wir uns über Ihre Weiterempfehlung!