6. Mai 2026

„Die Zielgruppe aus der Architektur ist seit jeher wichtig für die R+T und ihre ausstellenden Unternehmen“

bauelemente bau im Gespräch mit Annabell Herwarth und Julia Weiß, Team R+T

Die Gesprächspartnerinnen Annabell Herwarth (r.) und Julia Weiß. Foto: Messe Stuttgart

Die R+T ist die Weltleitmesse für Rollladen, Tore und Sonnenschutz und rückt neben den klassischen Zielgruppen aus Handwerk und Industrie verstärkt Fachpublikum aus Architektur und Planung in den Fokus. Annabell Herwarth und Julia Weiß aus dem R+T-Team erklären im Interview, warum dieser Dialog so wichtig ist und welche Angebote die Messe 2027 dafür bereithält.

Frau Herwarth, Sie begleiten das Thema Architektur auf der R+T schon länger. Welche Entwicklung haben Sie in den vergangenen Jahren beobachtet – hat sich die Bedeutung von Architektur und Planung für die Weltleitmesse verändert?

Annabell Herwarth: Die Zielgruppe ist seit jeher wichtig für die R+T und ihre ausstellenden Unternehmen. Wir sehen aber seit längerem, dass die Anforderungen an die Gebäudehülle immer komplexer werden. Architektinnen, Architekten, Planerinnen und Planer sind heute wichtige Partner in der Entwicklung innovativer Lösungen. Gleichzeitig suchen sie nach Produkten, die nicht nur funktional, sondern auch gestalterisch überzeugen und dabei höchste Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit erfüllen. Die R+T hat das erkannt und sich in den letzten Jahren noch gezielter als Plattform für diesen Dialog positioniert.

Welche konkreten Angebote schafft die R+T 2027, um diesen Austausch zu fördern und wie sind die Aussteller daran beteiligt?

Julia Weiß: Wir haben verschiedene Formate entwickelt, die genau diese Brücke schlagen. Ein zentrales Element ist der Future Skins Award, den wir erstmals 2027 vergeben. Dieser Wettbewerb richtet sich an Studierende und lädt sie ein, visionäre Konzepte für klimapositive Gebäudehüllen zu entwickeln. Die prämierten Projekte werden während der Messe präsentiert. Das ist auch für unsere ausstellenden Unternehmen hochinteressant, weil sie sehen, in welche Richtung die nächste Generation denkt.

Herwarth: Darüber hinaus gibt es im Rahmen von Archikon, dem von der Architektenkammer Baden-Württemberg organisierten Landeskongress für Architektur und Stadtentwicklung, der parallel zur R+T stattfindet, verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten für Unternehmen. Neben der inhaltlichen Einbindung in ausgewählte Seminare sind das beispielsweise die von der Architektenkammer Baden-Württemberg kuratierten Projektrundgänge. Dabei werden realisierte Projekte direkt an den Ausstellerständen vorgestellt: Die jeweiligen Architektinnen und Architekten präsentieren gemeinsam mit den Herstellern, wie bestimmte Lösungen in der Praxis umgesetzt wurden. Das ist für beide Seiten extrem wertvoll.

Welche Trends sehen Sie aktuell an der Schnittstelle zwischen Architektur und Sonnenschutzsystemen beziehungsweise Toren? Was bewegt die Branche?

Weiß: Ein großer Trend ist die Integration: Sonnenschutz wird nicht mehr nachträglich „drangebaut“, sondern von Anfang an mitgedacht – als integraler Bestandteil der Fassade. Adaptive Systeme, die automatisch auf Sonneneinstrahlung, Temperatur oder Nutzerbedürfnisse reagieren, sind stark im Kommen. Auch das Thema Kreislaufwirtschaft gewinnt an Bedeutung: Wie können wir Systeme so gestalten, dass sie am Ende ihrer Lebensdauer wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden können? Und natürlich spielt Ästhetik eine immer große Rolle. Sonnenschutz muss heute nicht nur funktionieren, sondern auch gestalterisch überzeugen.

Wo können sich Interessierte über den Future Skins Award und die Architektur-Angebote auf der R+T 2027 informieren?

Herwarth: Alle Informationen zum Thema Architektur auf der R+T finden sich unter www.rt-expo.de/architektur. Details zum Future Skins Award gibt es auf www.futureskins.eu. Dort können Studierende auch ihre Arbeiten bis zum 12. Januar 2027 einreichen. Und für Archikon lohnt sich ein Blick auf die Website der Architektenkammer Baden-Württemberg unter www.akbw.de/angebot/kammerveranstaltungen/archikon-2027.

Das vollständige Interview lesen Sie unserer morgen erscheinenden Mai-Ausgabe auf den Seiten 6 und 7.

Mehr Infos zur R+T gibt es über diesen Link.

 

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