6. Juli 2026

Fuhrpark-Erweiterung bei Schüco in Bielefeld: Erste vollelektrische LKWs

Die Schüco International KG hat den Weg zu einer nachhaltigen Transportstrategie mit drei vollelektrischen LKW erweitert. Foto: Schüco International KG

Schüco investiert weiter in die Zukunft seiner Logistik: Mit der offiziellen Übergabe von drei vollelektrischen LKW des Typs Mercedes-Benz eActros 600 hat das Unternehmen einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Transportstrategie erreicht. Die Fahrzeuge wurden am 2. Juli 2026 am Schüco Campus in Bielefeld im Rahmen einer symbolischen Schlüsselübergabe von Beresa, einer Automobilhandelsgruppen im Raum Münster/Osnabrück/Bielefeld/Hannover mit Hauptsitz in Münster, übergeben.

Die neuen Elektro-LKW ergänzen die insgesamt 56 Fahrzeuge umfassende Flotte des Unternehmens und werden künftig im Regionalverkehr, in der Werkslogistik sowie auf planbaren Langstrecken eingesetzt. Mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern pro Ladung eignen sie sich bereits heute für zahlreiche Logistikanforderungen im Tagesgeschäft.

Die Elektrifizierung der Flotte ist ein zentraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von Schüco. Mit jedem der neuen Fahrzeuge können jährlich rund 60 Tonnen CO2 eingespart werden. Neben der Reduktion von Emissionen verfolgt das Unternehmen auch wirtschaftliche Ziele: geringere Energie- und Wartungskosten sowie eine langfristige Absicherung gegenüber steigenden CO2-Preisen.

„Die Umstellung auf alternative Antriebe ist ein wichtiger Baustein zur Erreichung unserer Klimaziele“, sagte Stefanie Hirschmann, COO Metal Division der Schüco International KG. „Gleichzeitig stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit, denn nachhaltige Logistik wird für Kunden und Partner zunehmend zu einem entscheidenden Kriterium.“

Schrittweiser Ausbau der Elektroflotte

Schüco plant, den Anteil elektrischer Nutzfahrzeuge in den kommenden Jahren schrittweise weiter auszubauen. Voraussetzung dafür sind unter anderem positive Praxiserfahrungen sowie der Ausbau der Ladeinfrastruktur. Am Standort Bielefeld wird derzeit eine speziell für die E-LKW ausgelegte Ladesäule errichtet, die voraussichtlich ab Oktober in Betrieb geht. Ergänzend werden externe Ladepunkte genutzt. Die Ladezeiten variieren – je nach Ladeleistung – zwischen etwa einer und acht Stunden. Geladen wird, wo möglich, mit Strom aus erneuerbaren Energien, unter anderem über einen bestehenden Vertrag mit den Stadtwerken Bielefeld.

Mit den Elektro-LKW verändert sich auch das Berufsbild im Transport: Fahrerinnen und Fahrer werden zusätzlich in Ladeprozessen, Reichweitenmanagement und energieeffizienter Fahrweise geschult. Gleichzeitig bietet die neue Technologie Vorteile im Arbeitsalltag, etwa durch ruhigere Fahrbedingungen und moderne Fahrzeugtechnik. Schüco nutzt die Umstellung auch gezielt, um die Attraktivität des Berufs weiter zu steigern und neue Fachkräfte zu gewinnen. Bereits heute sind neben den männlichen Fahrern auch drei Fahrerinnen Teil des Teams. Zudem investiert das Unternehmen in die Ausbildung neuer Nachwuchskräfte in diesem Bereich.

„Die Transformation der Logistik betrifft nicht nur Technik, sondern vor allem die Menschen dahinter“, so Kai Schürmann, Leiter Logistik Metallbau bei Schüco. „Wir wollen unseren Fahrerinnen und Fahrern moderne, zukunftsfähige Arbeitsplätze bieten und gleichzeitig neue Talente für diesen wichtigen Beruf begeistern.“

Erfahrungen aus der Praxis fließen ein

Bei der Einführung der Elektro-LKW setzt Schüco bewusst auf Praxiserfahrung: Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit mit Logistikpartnern sowie erste Erfahrungen anderer Unternehmen sind gezielt in die Entscheidungsfindung eingeflossen.

Zu den aktuellen Herausforderungen zählen insbesondere Ladeplanung, Reichweitenmanagement sowie die Verfügbarkeit externer Ladeinfrastruktur. Auch längere Lieferzeiten bei Ladeeinrichtungen stellten im Vorfeld eine Problemstellung dar.

Auf die Homepage von Schüco geht es hier entlang.

 

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