14. August 2026

Otto Blecher feiert drei Jubiläen mit einem Partnertag

Mit Erfahrung und neuen Ideen in die Zukunft

v.l.: Jan Lukas und Ann Sophie Blecher feierten zusammen mit ihren Eltern Tanja und Christof Blecher sowie hunderten Gästen in Bad Laasphe die lange Firmentradition. Foto: Blecher

Gleich drei Jubiläen waren der Anlass für rund zweihundert Kunden und Partner aus ganz Deutschland, den Partnertag von Otto Blecher in Bad Laasphe zu besuchen: 90 Jahre Tradition im Handwerk, 50 Jahre Erfahrung im Fensterbau, 40 Jahre Fenster und Türen mit Charakter. Im Mittelpunkt standen neben der langjährigen Firmengeschichte die neuesten Trends bei Fenstern und Türen, vor allem aber auch das Thema Sicherheit – im beruflichen wie im privaten Umfeld.

Zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten empfing Familie Blecher am Vorabend circa 340 Mitarbeitende, Partner und Geschäftsfreunde auf dem Werksgelände. In ihren Grußworten gratulierten Andreas Müller, Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein, Dr. Thilo Pahl, Hauptgeschäftsführer der IHK Siegen, Bürgermeister Dirk Terlinden, der Firmenkundenvorstand der Volksbank Mittelhessen Michael Müller sowie Josef Beckhoff, Vorstand der Veka AG der Familie Blecher und der gesamten Belegschaft zu ihrem nachhaltigen Erfolg. Teamgeist und Mut waren dabei Schlagworte, die häufig fielen. Zum Dank für die fünfzig Jahre währende Zusammenarbeit überreichte Beckhoff eine Urkunde und eine Skulptur, die den Sprung in eine erfolgreiche Zukunft symbolisiert. Anschließend bat er die Nachfolgegenerationen beider Unternehmen auf die Bühne: Jan Lukas Blecher und Lukas Hartleif, der der dritten Generation der Gründerfamilie von Veka angehört.

Partnertag: Sicherheit als zentrales Thema

Sicherheitsrisiken möglichst auszuschalten, ist eines der Ziele bei der Anschaffung neuer Fenster und Türen. Als Bauelementehersteller kennt das Team der Otto Blecher GmbH die Beweggründe und weiß, wie Bauherrenwünsche am besten umzusetzen sind. Das gilt auch für die fachkompetenten Gäste, die das Werksgelände am darauffolgenden Partnertag aufsuchten.

Diese verfolgten mit großem Interesse die Vorträge über Cybersicherheit und über die Gefahren im Alltag, die durch die rasante Entwicklung im Bereich der KI heute lauern. Mucksmäuschenstill wurde es zwischenzeitlich im Zelt als der, in den Medien bekannte Kriminal- und Geheimdienstanalyst Dr. Mark T. Hofmann von den Tricks und Motiven krimineller Hacker, Scammer und Phishing-Betrüger berichtete: Nach seiner Erfahrung reichen schon 15 Sekunden Sprachaufzeichnung – zum Beispiel auf einem Anrufbeantworter – als Vorlage aus, um eine täuschend echte Stimmenimitation herzustellen, auf die selbst engste Familienmitglieder hereinfallen. Angesichts solch ausgefeilter Methoden kann heute jeder zum Opfer werden. Daher riet der Experte unter anderem dringend dazu, sich vorab auf Kennwörter zu einigen, die man in einer kritischen Situation beim Gegenüber abfragen kann.

Die Cybersicherheit im Betrieb war Thema von Cornelius Neufeldt, geschäftsführender Gesellschafter des IT-Dienstleisters Neufeldt & Völkel. Er zeigte auf, dass in vielen Unternehmen bereits Software-Pakete mit nützlichen Tools vorhanden sind, sie aber zu selten systematisch genutzt werden. Hier ist sein Team gerne behilflich. Doch die größere Gefahr lauert woanders: „Angriffe finden zu mehr als 90 Prozent über Mitarbeitende statt“, stellt er fest. Meist scheitere es im Unternehmen an den „Basics wie Passwörter“ und an der Bequemlichkeit: „Wir schließen die Haustüre ab, aber lassen die IT offen wie ein Scheunentor“, mahnte er.

Angebote für den digitalen Vertrieb

Im Anschluss präsentierten auf dem Podium Magnus Kowohl (Digital Building Solutions GmbH), Cornelius Neufeldt, Lars Brandt (Rodenberg Türsysteme AG) und Lukas Lang, bei Blecher verantwortlich für Marketing und digitalen Vertrieb, gemeinsam das digitale Angebot von Blecher für den Verkauf von Fenstern und Türen. Mit verteilten Rollen stellten sie den Prozess nach, wie es mit digitaler Unterstützung von der ersten Webrecherche des Endkunden bis zum erfolgreich abgeschlossenen Geschäft kommen kann. Hierzu bietet Blecher zusammen mit Rodenberg seinen Partnern die Technik einer digitalen Multivisions-Haustür für den Showroom.

Darüber hinaus können Fensterprofis im Tool „Blecher Connect“ auf reichlich Fensterbauwissen und Support zugreifen. Demnächst wird dieses Werkzeug durch eine AR-Funktion erweitert. Damit können Fenster über die Kamera am Tablet oder dem Smartphone anschaulich in das Ambiente vor Ort virtuell eingebaut werden. So erhalten Bauherren einen lebensechten optischen Eindruck vom infrage kommenden Bauelement.

Auch die nächste Ankündigung dürfte Blecher-Kunden interssieren: Seit August 2026 wird jedes Element aus Bad Laasphe einen QR-Code tragen. Dieser führt zu den individuellen Daten des Fensters oder der Tür und bietet auch umfangreiche Dokumentationen an. So lässt sich zum Beipiel im Reparaturfall selbst nach vielen Jahren unter anderem noch nachvollziehen, welche Bauteile verwendet wurden.

Am Nachmittag lockten Workshops und eine Werksführung in die Produktionshalle, die gerade noch einmal auf eine Fläche von dann 11.000 Quadratmeter erweitert wird. Mit modernsten Maschinen und Anlagen arbeitet das Blecher-Werk im Zwei-Schicht-Betrieb und produziert über 400 Fenstereinheiten am Tag.

Neueste Markttrends

Start und Zielpunkt der Werksführungen war die Ausstellung mit den Ständen von Winkhaus, Digital Building Solutions, Energy Glas, heroal, Rodenberg, Roll-tec, Balzer Baubedarf, Schmidt und Veka. Natürlich stellte auch Blecher seine neuesten Lösungen vor: Dicht umlagert war ein Kunststoff-Fenster mit dem neuen VEKA-Profilsystem Pure 82 und dem neuartigem Insektenschutz FlexScreen®, der leicht auch im Bestandsfenster vor Ort in den Fensterrahmen eingesetzt werden kann. Auch eine Pivot-Tür, die ein heroal Profil mit einer Rodenberg Füllung kombiniert, weckte reges Interesse. Bis zu einer Größe von 3000 mm mal 1800 mm bietet Blecher das Element für besonders anspruchsvolle Bauherren an. Eine Balkontür aus Aluminium, die mit dem verdeckt liegenden Winkhaus Beschlag activPilot Topstar ausgestattet war und über einen Sonnenschutz von heroal mit Zip-Screen sowie Insektenschutz und Absturzsicherung verfügte, zählte ebenso zu den Highlights der Ausstellung.

Gesunde Raumlüftung im Handumdrehen

Mit großem Interesse begutachteten die Fensterprofis auch ein Kunststoff-Fenster im Sonderformat mit Veka Profil und dem Beschlagsystem Winkhaus activPilot Comfort PAD. Dieses erlaubt neben der Drehöffnung die Parallelabstellung des Flügels als zusätzliche Fensterstellung für eine natürliche Raumlüftung. Eine geplante Erweiterung dieses intelligenten Beschlagsystem für gesundes Lüften war ebenfalls schon in Bad Laasphe zu sehen: Verkaufsleiter Jens Drescher, Außendienstmitarbeiter Daniel Raue und Winkhaus Anwendungstechniker Michael Priegent präsentierten eine Studie, die alle drei Fensterstellungen – drehöffnen, kippen und parallel abstellen – mit einer motorischen Steuerung kombiniert. Bereits am Stand auf der Fachmesse Fensterbau Frontale im März weckte dieses Exponat mit activPilot Comfort PADKM die Aufmerksamkeit vieler Besucher.

Als letzte Station an dem sonnenreichen Partnertag erwartete die Besucher eine Torwand, an der jede und jeder sein Können unter Beweis stellen konnte. Als Siegesprämie winkte eine kostenlose Haustür aus der Fertigung von Blecher. Bester Schütze war Sadik Simsek von der Hamiti GmbH aus Mönchengladbach.

Weitere Informationen zum Unternehmen Blecher finden Sie hier. 

 

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