17. August 2026

Schörghuber investiert in fahrerloses Transportsystem

Effiziente Abläufe für eine nahtlose Fertigung

Bei Schörghuber transportiert das fahrerlose Transportsystem Türstapelrohlinge von einer Produktionshalle in die nächste. Foto: Schörghuber Spezialtüren KG

Schörghuber setzt am Standort Ampfing auf ein modernes fahrerloses Transportsystem (FTS) und treibt damit die Automatisierung des innerbetrieblichen Materialflusses konsequent voran. Ziel ist es, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig eine gleichbleibend hohe Qualität sicherzustellen.

In einer leistungsfähigen Fertigung greifen alle Abläufe nahtlos ineinander: Materialien stehen genau dort bereit, wo und wann sie benötigt werden. Die eingesetzten fahrerlosen Transportfahrzeuge sorgen dafür, dass Türstapelrohlinge bei Schörghuber zuverlässig von einer Produktionshalle in die nächste gelangen. Das Ergebnis sind beschleunigte Prozesse, optimierte Transportwege und eine insgesamt höhere Effizienz. Gleichzeitig werden Mitarbeitende von körperlich belastenden Routinetätigkeiten entlastet und können sich stärker auf wertschöpfende Aufgaben konzentrieren.

Seit der erfolgreichen Inbetriebnahme im Dezember 2024 sind zwei fahrerlose Transportfahrzeuge im Einsatz, weitere sind bereits in Planung. Im Werk Ampfing übernehmen sie zentrale Transportaufgaben zwischen den Produktionshallen. Die fahrerlosen Transportfahrzeuge übernehmen die Just-in-Time-Lieferung der Fertigungsanlagen und transportieren die Türstapelrohlinge zuverlässig zu den jeweiligen Bearbeitungsstationen, wodurch ein kontinuierlicher und effizienter Produktionsablauf gewährleistet wird. Ein intelligenter Puffer dient dabei als Bindeglied zwischen den einzelnen Produktionsanlagen und unterstützt einen reibungslosen Ablauf.

Hohe Anforderungen an Technik und Integration

Die Umsetzung des Projekts stellte hohe Anforderungen an Planung und Integration. Besonderes Augenmerk lag auf dem Transport von Türstapeln, die bis zu 3.000 Kilogramm wiegen können und liegend gelagert transportiert werden müssen. Ebenso galt es, die unterschiedlichen Werkstückgrößen entsprechend zu berücksichtigen. Darüber hinaus mussten bestehende Produktions- und Sicherheitssysteme in die Planung einbezogen werden. Die geringe Rollenbandhöhe von lediglich 35 Zentimetern stellte dabei eine zusätzliche Heraus-forderung dar und erforderte eine besonders kompakte Integration der gesamten Lade- und Fördertechnik.

„Unser Ziel war die Konzeption und Umsetzung eines FTS-basierten Materialflusssystems, das eine effiziente und hochflexible Versorgung von Fertigungsprozessen bis hin zur Losgröße 1 ermöglicht.“, erklärt Mike Kurka, Assistent des technischen Leiters und Projektverantwortlicher bei Schörghuber. In enger Zusammenarbeit mit dem Hersteller wurde dafür eine maßgeschneiderte Lösung entwickelt, die induktives Laden und durch freie Navigation optimal abgestimmte Prozesse ermöglicht.

Flexibilität sichern und Engpässe reduzieren

Mit der Einführung der fahrerlosen Transportsysteme verfolgt der Spezialtürenhersteller mehrere Ziele: Neben der Effizienzsteigerung ermöglichen die Systeme einen durchgängigen Betrieb und erhöhen die Flexibilität in der Produktion. Die Fahrzeuge sind rund um die Uhr einsetzbar und tragen so zu stabilen Abläufen bei. Standardisierte Transportprozesse reduzieren zudem das Risiko von Beschädigungen und unter-stützen die Qualitätssicherung. Gleichzeitig hilft die Automatisierung, personellen Engpässen entgegenzuwirken, etwa bei krankheitsbedingten Ausfällen.

Weitere Informationen zum Unternehmen Schörghuber finden Sie hier. 

 

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