20. März 2018

Das nächste Mal in China

Um die Energieeffizienz in der Bauwirtschaft zu fördern, wurde am Austragungsort in Gaobeidian mit der Windoor City ein Technologiepark errichtet. Foto: Windoor City.

Die nächste Internationale Passivhaustagung wird in China stattfinden. In München endete am 9. März die 22. Passivhaustagung. Traditionsgemäß teilte Professor Wolfgang Feist von der Universität Innsbruck zum Abschluss den Veranstaltungsort für die nächste Tagung mit: Im nächsten Jahr kommen die Experten des energieeffizienten Bauens und Sanierens in der chinesischen Stadt Gaobeidian zusammen. Damit findet die Tagung erstmals außerhalb von Europa statt.

„Uns ist bewusst, dass diese Entscheidung überraschen mag. Doch China ist das Land, in dem aktuell und auch in den kommenden Dekaden die größten Neubauaktivitäten stattfinden. Jedes neue Gebäude bringt einen zusätzlichen Bedarf an Energie für Heizung und Kühlung mit sich. Daher ist es sehr erfreulich, dass es in China ernsthafte Anstrengungen für eine radikale Verbesserung der Energieeffizienz bei Gebäuden gibt. Das erhöht die Chancen, weltweit die Klimaschutzziele doch noch zu erreichen", erklärte Feist.

Größte Passivhaus-Siedlung

Die 23. Internationale Passivhaustagung findet am 21. und 22. September 2019 statt. Die Stadt Gaobeidian liegt rund 100 Kilometer südlich von der chinesischen Hauptstadt Peking in der Provinz Hebei. In Gaobeidian entsteht derzeit unter anderem eine Passivhaus-Siedlung, die nach ihrer Fertigstellung mit rund einer Million Quadratmeter Wohnfläche die größte energieeffiziente Siedlung weltweit sein wird.

Technologiepark errichtet

Um die Energieeffizienz in der Bauwirtschaft zu fördern, wurde am Austragungsort in Gaobeidian mit der Windoor City ein Technologiepark errichtet. Dort angesiedelt ist neben einer großen Fensterproduktion auch eine permanente Ausstellung von zahlreichen Fenster- und Türenherstellern sowie Zulieferern von Fensterkomponenten, darunter auch etliche deutsche Beschlag- und Profilhersteller. Mit der Ausstellung soll zum einen eine Plattform für den Austausch mit Architekten und Investoren und die Präsentation neuer Produkte und Techniken geboten werden. Zum anderen soll damit ein Beitrag zur Weiterentwicklung der heimischen Bauindustrie und zur beruflichen und wissenschaftlichen Weiterbildung geleistet werden. „Das Passivhaus Institut sowie die Universität Innsbruck sind bereit, diese Entwicklung zu unterstützen", erläuterte Feist, gleichzeitig auch Gründer des Passivhaus Instituts, die Entscheidung, für die nächste Tagung nach China einzuladen.

Hier kommen Sie zur Internetseite des Passivhausinstitutes.

Zusätzlich zur 23. Internationalen Passivhaustagung in China findet im nächsten Jahr in Heidelberg die Konferenz „Besser bauen" statt.

 

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