19.10.2018

Marktzuwachs schwächt sich ab


Der Verband Fenster + Fassade (VFF) liefert aktuelle Zahlen zum Bau- und Fenstermarkt.

Marktzuwachs schwächt sich ab
Dr. Christian Kaiser: „Die Modernisierung ist die stille Reserve für die Fensterbranche!" Foto: bb.


Zweimal jährlich versorgt der Verband Fenster + Fassade (VFF) die Teilnehmer der Fachtagung Statistik und Markt mit den aktuellen Zahlen zum Bau- und Fenstermarkt. Zur Veranstaltung am 16. Oktober gab es gleich zwei Premieren: Mit Zahlen zum Markt für Vorhangfassaden wurde diese mal auch der Bereich des Nichtwohnbaus etwas näher beleuchtet. Zudem wurde anlässlich der neuen Glas-Norm DIN 18008 eine Antwort auf die spannende Frage geliefert, ob denn das zusätzlich benötigte Sicherheitsglas auch in ausreichender Menge produziert werden kann. Natürlich gab es auch die aktuellen Daten zur Entwicklung des Fenstermarktes: für 2018 wird ein Zuwachs um 1,9 Prozent auf 14,4 Millionen Fenstereinheiten prognostiziert. In 2019 soll die Menge der in Deutschland verbauten Fenster um 1,6 Prozent auf 14, 7 Millionen steigen.

Sanierung als stille Reserve

Dr. Christian Kaiser, Leiter Marktforschung bei der Heinze GmbH, geht davon aus, dass in 2018 355.000 Wohnungen genehmigt werden. Dies entspräche einem Zuwachs von 2 Prozent. Fertig gestellt werden 300.800 Wohnungen, was eine Steigerung um 5,6 Prozent bedeuten würde. Im Nichtwohnbau werden 2018 circa 223 Millionen Kubikmeter umbauter Raum genehmigt. Das sind 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Baufertigstellungen hingegen werden 6,6 Prozent über dem Vorjahr liegen. Für 2019 rechnet Kaiser mit dem Ende des Genehmigungsbooms. Bei den Fertigstellungen wird es auf Grund von Restbeständen und Bauverzögerungen hingegen noch leichte Zuwächse geben.

Die Modernisierung des Bestandes hat noch immer einen Anteil von etwa zwei Drittel. Sowohl in 2018 als auch in 2019 wird die Modernisierung im Nichtwohnbau um gerade einmal 0,8 Prozent und im Wohnungsbau sogar nur um 0,5 Prozent zulegen. „Es fehlen die Kapazitäten, was dazu führt, dass sich der Bedarf aufstaut und erst einmal erhalten bleibt. Deshalb ist es auch für die Branche kein Problem, wenn der Neubau irgendwann mal wieder zurückgeht", versicherte Kaiser.

Für den Fenstermarkt prognostiziert Kaiser einen Zuwachs von 1,9 Prozent bei den in Deutschland eingebauten Fenstern auf 14,4 Millionen Fenstereinheiten. „Wir hatten schon mal mit mehr gerechnet", räumte Kaiser ein. In 2019 wird der Zuwachs mit 1,6 Prozent auf 14,7 Millionen Fenstereinheiten etwas geringer ausfallen. Bei den Marktanteilen der Rahmenmaterialien ergibt sich keine nennenswerte Änderung. Auf Kunststoff-Fenster entfallen 57 Prozent, gefolgt von Metallkonstruktionen mit 19 Prozent, Holzfenstern mit 15 Prozent und Holz/Alu-Konstruktionen mit 9 Prozent.

Die Außentüren werden in 2018 um 1,3 Prozent auf 1,432 Millionen Elemente wachsen, in 2019 um 1,8 Prozent auf 1,458 Millionen.

Was von den Zuwächsen tatsächlich bei den deutschen Fensterbauern hängen bleibt, darüber wird die für März oder April nächsten Jahres geplante VFF-Fachtagung Statistik und Markt Aufschluss geben. Dann werden auch die Im- und Exportzahlen genannt und ein Einblick in die Entwicklung der europäischen Märkte vermittelt.

Den kompletten Bericht zur VFF Fachtagung Statistik und Markt lesen Sie in der kommenden Ausgabe von bauelemente bau, welche am 8. November erscheinen wird.

Die Homepage des VFF erreichen Sie über diesen Link.


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