23. September 2019

Na endlich!

Steuerliche Förderung durch Abzug von der Steuerschuld.

Die Bundesregierung hat mit ihrem Klimapaket auch die steuerliche Förderung von Gebäudesanierungsmaßnahmen beschlossen. Foto: bauelemente bau.

Sozial ungerecht, ineffektiv, viel Geld für wenig Effekt, eine CO2-Bepreisung ohne Lenkungswirkung... Kaum wurden die Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm 2030 publik, hagelte es von allen Seiten Kritik. In der heftig geführten Debatte um die Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen ging völlig unter, dass die Bundesregierung auch die Einführung einer einfachen und technologieoffenen steuerlichen Förderung energetischer Geba?udesanierungsmaßnahmen beschlossen hat.

Die steuerliche Förderung selbstgenutzten Eigentums soll ab 2020 durch einen Abzug von der Steuerschuld erfolgen. Damit würde jetzt endlich das umgesetzt, was schon seit Jahren vom Verband Fenster + Fassade (VFF) sowie einer Vielzahl weiterer Verbände und Organisationen gefordert wird.

Gefördert werden alternativ zur Inanspruchnahme sonstiger Förderprogramme auch Einzelmaßnahmen, die auch von der KfW als förderwu?rdig eingestuft sind. Hierzu zählen Einzelmaßnahmen wie der Heizungstausch, aber auch der Einbau neuer Fenster oder die Dämmung von Dächern und Außenwänden. Wer zum Beispiel alte Fenster durch moderne Wärmeschutzfenster ersetzt, kann seine Steuerschuld - verteilt über 3 Jahre - um 20 Prozent der Kosten mindern.

Das ist eine Steilvorlage für die Fensterbranche, die es zu nutzen gilt. Angesichts einer gut positionierten Heizungs-Lobby ist es jetzt umso wichtiger, die Endverbraucher auf die logisch richtige Abfolge der Gebäudesanierung hinzuweisen. Um so zu verhindern, dass zuerst in die Heizung investiert, dann erst der Fenstertausch und die Wärmedämmung in Angriff genommen wird. Um dann festzustellen, dass die neue Heizung für den optimierten Bau völlig überdimensioniert ist.

Über diesen Link können Sie sich das 22-seitige Eckpunkte-Papier der Bundesregierung herunterladen.

 

Sie wollen regelmäßig über aktuellen Neuheiten und Entwicklungen informiert sein? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter oder schließen ein Abonnement der Print bzw. der e-paper Ausgabe von bauelemente bau ab.

Sie meinen, diese Meldung könnte auch für Ihre Kollegen von Interesse sein? Dann freuen wir uns über Ihre Weiterempfehlung!

Diese Nachricht teilen Facebook Logo Twitter/X Logo LinkedIn Logo Xing Logo Pinterest Logo



Das könnte Sie auch interessieren

23. Februar 2026

IVRSA macht auf Global Shading Day 2026 aufmerksam

Der Global Shading Day am 21. März 2026 rückt die zentrale Rolle von Sonnenschutzlösungen für Energieeffizienz, Gesundheit und klimaresiliente Gebäude in den Mittelpunkt. Der Awareness Day wurde von der European Solar Shading Organisation …

16. Juni 2025

Großes Interesse am Thema Resilienz in kritischen Infrastrukturen

Anfang Juni fand auf dem Campus des Technologieunternehmens Rohde & Schwarz in München ein KRITIS Sicherheitstag Deutschland von dormakaba statt – ein Fachforum zur Förderung der Resilienz in kritischen Infrastrukturen (KRITIS) unter dem …

10. September 2025

Sälzers White Paper zum Kritis-Dachgesetz

Die Bundesregierung will mit dem neuen Kritis-Dachgesetz die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen gegenüber allen Arten von Gefahren deutlich stärken. In einem aktuellen White Paper beantwortet Sälzer die wichtigsten Fragen rund um …

zur Übersicht