5. Mai 2020

VDMA Holzbearbeitungsmaschinen zum Geschäftsjahr 2019

Niveau gehalten

Die Entwicklung der Produktionswerte für Holzbearbeitungsmaschinen in Deutschland. Grafik: VDMA Holzbearbeitungsmaschinen / Statistisches Bundesamt

Im Jahr 2019 erreichten die deutschen Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit einem kleinen Plus von 0,6 Prozent einen erneuten Produktionsrekord in Höhe von 3,37 Milliarden Euro. Konnten in den ersten drei Quartalen 2019 noch Plusraten von 14, fünf und zwei Prozent erzielt werden, rauschte die Produktion im vierten Quartal mit zehn Prozent ins Minus. Damit hatte sich die geringere Ordertätigkeit der vorangegangenen Monate in der Fertigung in Deutschland niedergeschlagen.

„Insgesamt können wir mit dem Ergebnis für 2019 sehr zufrieden sein. Ob die im September letzten Jahres prognostizierten Minus zehn Prozent Produktionswert für das laufende Jahr 2020 unverändert haltbar sind, ist zum aktuellen Zeitpunkt mehr als fraglich“, sagte Dr. Bernhard Dirr, Geschäftsführer des VDMA Holzbearbeitungsmaschinen, vor dem Hintergrund der Herausforderungen für die Branche in der Corona-Pandemie.

Export und Import zurückgegangen

Im vergangenen Jahr verringerte sich der Exportwert der deutschen Hersteller gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Vor allem die Verluste in den drei Topmärkten China (- drei Prozent), USA (- 16 Prozent) und Polen (- 19 Prozent) trugen maßgeblich zu der negativen Entwicklung bei. Auch die deutschen Importe verringerten sich um fünf Prozent auf einen Wert von 556 Millionen Euro.

Ungewisse Zukunft

„Das Ausmaß der zu erwartenden Umsatzeinbußen ist zum jetzigen Zeitpunkt kaum absehbar und kann damit auch noch nicht annäherungsweise beziffert werden. Jedenfalls reichen die Herausforderungen, auf die sich der Holzbearbeitungsmaschinenbau wie der gesamte Maschinenbau einstellen muss, vermutlich weit über das Jahr 2020 hinaus“, so Dirr. Erfreulicherweise werde aber immer noch auf verhältnismäßig hohem Niveau produziert. Positiv sei, dass die Lieferketten – bis auf wenige Ausnahmen – in Deutschland noch recht gut funktionieren. Die Zulieferung von Teilen aus dem Ausland, etwa aus Polen oder Italien, gestalte sich jedoch teilweise schwierig.

Die hohe Kapazitätsauslastung trifft vor allem für die Unternehmen zu, die im Anlagenbau tätig sind. Hier sei für die kommenden Monate zum großen Teil noch die Auslastung gesichert. Allerdings gebe es aufgrund der internationalen Reisebeschränkungen deutliche Verzögerungen bei der Montage und Inbetriebnahme der auszuliefernden Maschinen. Bei den Standardmaschinenherstellern ist davon auszugehen, dass die Auftragspolster in Kürze abgearbeitet seien. Schon jetzt nutzen diese Betriebe fast alle in mehr oder weniger starkem Ausmaß die Kurzarbeit. Bleiben die Aufträge weiter in ein einem Maß aus, wie das seit Mitte März der Fall ist, werde sich dies auf die Geschäftstätigkeit bis in das kommende Jahr hinein auswirken, heißt es in der Pressemitteilung.

„Material der Zukunft“

„Optimistisch stimmt uns die im Prinzip hohe globale Nachfrage nach Holzprodukten. Sei es der verstärkte Trend zum Holzbau oder nach erschwinglichen Möbeln für die aufstrebenden Volkswirtschaften. Wir arbeiten mit dem Material der Zukunft. Damit ist uns nicht bange um die Branche. Das Wachstum wird zurückkehren“, ist sich Dirr sicher.

Auf die virtuelle Präsenz des VDMA geht es über diesen Link.

 

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