7. Juli 2020

„Die Bau 2021 ist auf Kurs und wird stattfinden“

80 Prozent der Ausstellungsfläche fest vergeben

Die Messe München ist zuversichtlich, dass sich zur Bau wieder ähnliche Bilder bieten werden, rechnet freilich auf Grund von Corona mit etwas weniger Besuchern. Foto: Studio Loske

Angesichts sinkender Infektionszahlen und Lockerungen bei der Reisefreiheit in ganz Europa sieht die Messe München sehr gute Perspektiven für eine erfolgreiche Bau 2021. Die Messe werde den verschiedenen an der Bau beteiligten Branchen vom 11. bis 16. Januar eine attraktive Plattform bieten. Dies ist das Ergebnis der jüngsten Sitzungen von Fachbeirat und Kuratorium mit Vertretern führender Aussteller und Fachverbände. Ein 15prozentiger Corona-Bonus auf den Beteiligungspreis soll den Ausstellern bei der Besucherwerbung helfen.

Für die Bau 2021 sind aktuell 80 Prozent der verfügbaren Ausstellungsfläche fest vergeben; das sind rund 100.000 Quadratmeter netto. Dies entspricht dem Niveau von vor zwei Jahren. Absagen insbesondere deutscher Unternehmen steht eine ausgesprochen hohe Flächennachfrage internationaler Unternehmen gegenüber. Angesichts dieser Buchungslage stehe die Austragung der Messe nicht in Frage, so die Messegesellschaft.

Um die Aussteller insbesondere bei der Besucherwerbung zu unterstützen, gewährt die Messe München einen 15-prozentigen Corona-Bonus. Das Schutz- und Hygienekonzept der bayerischen Messewirtschaft, das von der bayerischen Staatsregierung am 23. Juni verabschiedet wurde, ermöglicht die Durchführung von Messe unter Einhaltung von Abstandsgebot, Hygiene und Nachverfolgbarkeit aller Teilnehmer.

Diese Entwicklungen der vergangenen Wochen und das positive Feedback aus dem Fachbeirat stimmen Reinhard Pfeiffer, den stellv. Vorsitzenden der Messe München, sehr zuversichtlich: „Die Bau ist nach wie vor hervorragend gebucht, vor allem aus dem Ausland ist die Nachfrage hoch. Ich bin mir außerdem sicher, dass das Geschäftsleben über den Sommer und Herbst weiter an Fahrt aufnehmen wird. Mit dem 15-prozentigen Bonus wollen wir unseren Ausstellern die Möglichkeit geben, verstärkt in die Einladung ihrer Kunden zu investieren. Sicher werden wir bei der Besucherzahl diesmal Abstriche machen müssen. Aber mit unseren gemeinsamen Anstrengungen werden sich Qualität und auch Quantität der Besucher wieder auf einem hohen Niveau bewegen.“

„Die Mutigen müssen Flagge zeigen“

Dieter Schäfer, Chef der Deutschen Steinzeug und Vorsitzender des Austellerbeirats der Bau, zieht stellvertretend für die Aussteller folgendes Fazit: „Es ist an der Zeit, dass wir unsere Kunden, ob alte oder neue, wieder einmal persönlich treffen. Die Mutigen müssen jetzt Flagge zeigen. Denn kein digitales Format kann den persönlichen Austausch ersetzen. Nur so können wir unser Geschäft nachhaltig wieder in Gang bringen. Die Wirtschaft forderte immer Perspektiven und ein verlässliches Ausstiegsszenario. Das bietet uns jetzt die Bau. Wir müssen nur den ersten Schritt tun.“

Schutz- und Hygienekonzept

Nach dem Beschluss vom 27. Mai, dass Messen in Bayern wieder stattfinden können, hat die bayerische Staatsregierung am 23. Juni ein entsprechendes Schutz- und Hygienekonzept verabschiedet. Dieses bildet die Basis für die Wiederaufnahme des Messebetriebs.

Eckpfeiler des Konzepts sind: Abstandsgebot, Hygiene und Nachverfolgbarkeit aller Teilnehmer. Zu den Hygienemaßnahmen gehören unter anderem eine erhöhte Taktung der Reinigung und das Aufstellen von Desinfektionsständern. Was eine mögliche Maskenpflicht angeht: Im September, vor Beginn der Herbstmessen, soll noch einmal geprüft werden, ob diese tatsächlich notwendig ist. In jedem Fall aber kann die Maske bei Kundegesprächen an Tischen abgenommen werden – eine ähnliche Regelung wie sie in der Gastronomie üblich ist. „Dies ist der aktuelle Stand. Wir hoffen aber, dass es im Zuge eines günstigen Pandemieverlaufs weitere Lockerungen geben wird“, betont Pfeiffer.

Für Aufbruchstimmung sorgen

Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes: „Die derzeitige Entwicklung des Auftragseingangs deutet darauf hin, dass Deutschlands Baumittelstand auch 2021 noch die Folgen der Coronakrise spüren wird. Umso wichtiger ist es, zu signalisieren, dass es wieder losgeht. Die Bau bietet eine einmalige Chance, um Zuversicht und Aufbruchstimmung in der Branche zu verbreiten. Sie ist also in dieser besonderen Situation wichtiger denn je. Auch unter schwierigen Bedingungen gilt: Unsere Mitglieder und wir als Branchenverband werden auf jeden Fall auf der Bau präsent sein.“

Branchenverterter stärken der Bau den Rücken

Günter Jösch, Geschäftsführer Bundesverband Bausysteme:
„Für die Bau sagen wir Daumen hoch! Wir möchten unser seit Jahren eingeführtes Branchentreffen durchführen und werden begeistert daran teilnehmen. Wir werden mit Sicherheit die eine oder andere Änderung haben, aber ich denke, man muss es positiv sehen, und falls uns nicht eine zweite Corona-Welle komplett niederwalzt, werden wir mit Sicherheit eine erfolgreiche Messe haben.“

Stephan Schmidt, Geschäftsführer Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie:
„Natürlich sind viele Aussteller jetzt noch unentschieden. Alle wollen die Bau haben. Sie ist die wichtigste Leitmesse überhaupt und eine Messe ist dazu da, Neuerungen zu verbreiten und umzusetzen. Daher ich bin optimistisch und hoffe, dass wir in diese Richtung laufen können.“

Christina Hoffmann, Leiterin Rationalisierungsgemeinschaft Bauwesen im RKW:
„Wir sollten die Bau 2021 kraftvoll angehen, denn ich denke, dies ist ein Signal für die gesamte Baubranche. Es geht darum, dass wir aus der Krise heraus noch mehr Innovationen entwickeln und die Themen, die uns ohnehin schon beschäftigen, erneut in den Fokus nehmen.“

Ines Prokop, Geschäftsführerin Bundesverband Bausoftware:
„Wir finden es extrem wichtig, dass die Bau stattfindet. Als positives Signal für die Branche. Selbst wenn wir weniger Aussteller und Besucher haben werden, kann das ein Qualitätsgewinn sein. Die Bau 2021 wird keine schlechte Messe sein. Ich glaube, wir können auch für die Bau 2021 mutig sein und einen anderen Umgang mit bestimmten Dingen lernen.“

Thomas Welter, Bundesgeschäftsführer Bund Deutscher Architekten (BDA):
„Der Bund Deutscher Architekten (BDA) unterstützt die Bau 2021, weil auch in Zeiten der Corona-Pandemie ein Informationsaustausch über Innovationen und technische Entwicklungen dringend notwendig ist. Die Bau ist für die Branche der Architektinnen und Architekten wichtig, weil diese sich regelmäßig über Entwicklungen und Märkte informieren müssen, um weiterhin hochqualitative, ressourcensparende und kosteneffiziente Projekte realisieren zu können. Unter Einhaltung der gängigen Hygieneregeln ist auch in der heutigen Zeit der Besuch einer Messe möglich. Um Themen wie Klimaschutz weiterhin vorantreiben zu können braucht es Austauschplattformen wie die Bau 2021.“

Martina Koepp, Geschäftsführerin GGT Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik® mbH:
„Für GGT Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik® mbH gibt es keine bessere Kompetenzplattform zur Darstellung ihres Generalthemas Generationengerechtes Bauen & Wohnen. Die Bau versammelt unter ihrem Dach alle wesentlichen Beteiligten, um diesem Megatrend des Bauens für alle und in allen Lebensphasen gerecht werden zu können und damit das Bauen und Wohnen der Zukunft zu gestalten! Wir freuen uns darauf, die DNA des Bauens - auch in schwierigen Messezeiten - gemeinsam mit unserem langjährigen Kooperationspartner Bau München im Rahmen einer einzigartigen Sonderschau 2021 abbilden zu können.“

Näheres zur Messe und zu den Themenaschwerpunkten finden Sie unter diesem Link.

 

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