Wicona lädt ins Next Studio: Fachdialog Fassadenplanung „Zukunft Fassade“
Das Key Visual zum Fachdialog Fassadenplanung „Zukunft Fassade“. Grafik: Wicona
Zwischen Materialinnovation, Klimaresilienz und Ressourceneffizienz rückt die Fassade zunehmend ins Zentrum zukunftsfähiger Architektur. Doch wie sehen die Gebäudehüllen von morgen aus – und welche Lösungen sind bereits heute realisierbar? Der Fachdialog Fassadenplanung „Zukunft Fassade“ am 21. April 2026 im Next Studio in Frankfurt bringt führende Köpfe aus Forschung, Planung und Industrie zusammen und verdichtet zentrale Zukunftsthemen in einem kompakten Format. Die Präsenzveranstaltung wird parallel als Livestream übertragen.
Der erste Teil des von Wolfgang Häußler, Geschäftsführer Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V. (FVHF), moderierten Fachprogramms startet um 14:00 Uhr mit Prof. Ulrich Knaack (TU Delft). Der renommierte Architekt und Fassadenspezialist stellt visionäre Fassadenkonzepte sowie zukunftsweisende Materialien vor und zeigt, welche konstruktiven und gestalterischen Potenziale sich daraus für das Bauen von morgen ergeben. Im Anschluss richtet Dipl.-Ing. Clemens Belke vom Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG) den Fokus auf begrünte Fassaden und erläutert deren architektonische Gestaltungsmöglichkeiten – zum Beispiel mit Blick auf mikroklimatische Effekte und die Kühlung verdichteter Innenstädte.
Wie sich Biodiversität mithilfe digital gefertigter Keramikelemente gezielt in die Gebäudehülle einbinden lässt, zeigt Julia Larikova, M.A. Architektur (Professorship of Digital Fabrication), am Beispiel der sogenannten „Nistfassade“ – einer neuartigen Lösung mit integrierten Nist- und Schutzräumen für urbane Tierarten sowie mikroklimatisch wirksamer Fassadengeometrie. Zum Abschluss des ersten Teils stellt Prof. Dr.-Ing. Christina Eisenbarth (TU Darmstadt) mit dem Forschungsprojekt HydroSkin einen Ansatz zur urbanen Klimaanpassung vor. Das textilbasierte Fassadensystem nimmt Regenwasser direkt an der Gebäudehülle auf, filtert es und nutzt es je nach Bedarf zur Verdunstungskühlung oder zur Gebäudeversorgung.
Blick in den zweiten Block
Den zweiten Block eröffnet Prof. Dr.-Ing. Lucio Blandini. Der Leiter des Instituts für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) an der Universität Stuttgart beschäftigt sich unter anderem mit adaptiven Fassadensystemen sowie Strategien zur nachhaltigen Reduktion von Materialeinsatz und Energiebedarf – ein zentraler Hebel für eine ressourcenschonende Transformation des Bauens.
Den Wissenstransfer aus der Forschung in gebaute Projekte beleuchtet Dr.-Ing. Boris Reyher, Managing Director bei schlaich bergermann partner. Am Beispiel von Infraleichtbeton als tragendes und zugleich wärmedämmendes Material ordnet er aktuelle Entwicklungen im konstruktiven Ingenieurbau ein und zeigt auf, welche Chancen sich daraus für eine materialeffiziente Bauweise ergeben.
Aktuelle Einblicke in die Glasfassadenforschung gibt Prof. Dr.-Ing. Michael Engelmann, Leiter des Instituts für Baukonstruktion an der TU Dresden. Im Mittelpunkt stehen dabei leichte, wassergefüllte und dynamisch reagierende Systeme, die zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen und neue Perspektiven für nachhaltige Gebäudehüllen eröffnen. Zum Abschluss präsentiert Susanne di Iulio, Regional Director bei Staticus, Beispiele zukunftsweisender Fassaden und erläutert das digitale Life-Cycle-Management von Fassaden aus Perspektive des Herstellers.
Anmeldung für Präsenzteilnahme oder Livestream
Neben dem Fachprogramm bietet die Veranstaltung für die Teilnehmer vor Ort im Next Studio die Gelegenheit zum direkten fachlichen Austausch mit den Referenten und Teilnehmenden aus der Bau- und Immobilienbranche.
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