13. März 2026

Fenster-Türen-Treff 2026: 25 Jahre Weitblick

Zum 25. Jubiläum blickten Initiator Peter Schober und Seminarleiterin Dr. Julia Bachinger auf ein Vierteljahrhundert Branchentreff zurück. Foto: bauelemente bau

Rund 270 Teilnehmende fanden sich zum diesjährigen Fenster-Türen-Treff der Holzforschung Austria (HFA) Anfang März im Salzburg Congress ein, um die 25. Auflage des beliebten Brachentreffs zu feiern. Neben spannenden Fachvorträgen über Themen aus Technik, Forschung und Wirtschaft für die gesamte Fenster-, Türen- und Sonnenschutzbranche gab es dieses Jahr wieder zwei hochkarätig besetzte Diskussionsrunden mit Experten.

Kooperationspartner des Fenster-Türen-Treff waren wie gewohnt der Verein Plattform Fenster Österreich, die Bundesinnung Tischler und Holzgestalter sowie der Bundesverband Sonnenschutztechnik Österreich.

Nach der Veranstaltungseröffnung der Seminarleiterin Dr. Julia Bachinger (Holzforschung Austria) wurde ein Rückblick auf die vergangenen Veranstaltungen geworfen. Gemeinsam mit dem Initiator des Branchentreffs, Peter Schober, wurden zahlreiche Highlights und Anekdoten aus dem vergangenen Vierteljahrhundert des Branchentreffs erzählt. Seit der ersten Veranstaltung im Jahr 2001 hat die Netzwerkplattform inzwischen rund 5.500 Teilnehmende begrüßt. Dr. Bachinger sagt dazu: „Ich hoffe, dass wir auch weiterhin erfolgreich bestehen und ein zentraler Treffpunkt für die Branche bleiben. Deshalb sollten wir den Weitblick bewahren – damit wir in 25 Jahren gemeinsam unser 50-jähriges Jubiläum feiern können.“

Einbruchprävention aus Tätersicht

Patricia Rosenauer, BA (Kuratorium für Verkehrssicherheit), erläuterte dem Publikum anhand der Ergebnisse einer qualitativen Studie mit Einbrechern, welche Maßnahmen der Einbruchsprävention tatsächlich abschreckend wirken. In 32 Interviews mit verurteilten Einbrechern gewann sie aufschlussreiche Einblicke in deren Beweggründe, Vorgehensweisen sowie in jene Sicherheitsmaßnahmen, die potenzielle Täter tatsächlich abschrecken können. Sie betonte insbesondere die Wirksamkeit sichtbarer Sicherheitsmaßnahmen wie zum Beispiel moderne Fenster- und Türelemente sowie einer belebten Umgebung, da diese vor allem Gelegenheitstäter bereits in ihrer Entscheidungsphase und bei der Risikoeinschätzung – also noch vor einem möglichen Einbruchsversuch – beeinflussen können.

„Humanorientiertes Design“

Im Anschluss sprach Peter H. Spitaler (Team Spitaler – Studio für Universaldesign) über die barrierefreie Gestaltung von Türen und Räumen, damit diese von möglichst vielen Menschen ohne Sonderlösungen genutzt werden können. Laut Spitaler zeichnen sich qualitative technische Lösungen nicht durch Komplexität aus, sondern durch einfache und intuitive Nutzung im Alltag. Dabei müssen Design und Funktionalität für verschiedene Personengruppen gleichermaßen passend sein. Sein Fazit: „Technik, besser gesagt: Humanorinteriertes Design, muss unterstützen, nicht verkomplizieren.“

Aus der Praxis

Der Vormittag des zweiten Tages der Branchenveranstaltung stand ganz im Zeichen der Praxis. Eröffnet wurde der Block von Karin Hauer und Martin Wieser (beide Holzforschung Austria) mit ihrem Vortrag über Mängel und Schäden bei der Ausführung von Fenstern und Türen. Sie zeigten Schadensfälle zu Eis und Kondensat im Falz, Risse in den Flügelprofilen und Verfärbungen der Oberflächen während der Bauphase. Um diese Fälle zu vermeiden, braucht es eine Abstimmung der Gewerke, detaillierte Planung und natürlich die plangemäße Umsetzung sowie eine bedarfsorientierte Kommunikation. Essentiell ist ebenfalls die konsequente werkseigene Produktionskontrolle.

Nächster Fenster-Türen-Treff

Zum Abschluss verabschiedete Dr. Bachinger die Teilnehmenden und kündigte auch gleich den Termin für den nächsten Fenster-Türen-Treff vom 4. bis 5. März 2027 an, der wie gewohnt in Salzburg stattfinden wird.

Unseren vollständigen Nachbericht zum Fenster-Türen-Treff lesen Sie in der kommenden Ausgabe von bauelemente bau.

Auf die Homepage des Veranstalters, der Holzforschung Austria (HFA), gelangen Sie über diesen Link.

 

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