4. April 2018

Weiter auf Wachstumskurs

Umsatz der deutschen Schloss- & Beschlagindustrie. Grafik: FVSB.

Die deutsche Schloss- und Beschlagindustrie sei gut in das Jahr 2018 gestartet und schaue zufrieden in die Zukunft, so der Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie e.V. (FVSB). Anlass dazu gäben die positiven konjunkturellen Rahmendaten und die aktuelle Baukonjunktur. Die vom Statistischen Bundesamt für das Jahr 2017 veröffentlichten amtlichen Zahlen würden dies unterstreichen.

Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 7,7 Milliarden Euro an. Das positive Ergebnis resultiert aus der überaus erfreulichen Entwicklung im Auslandsgeschäft, wo die Umsätze um rund sechs Prozent auf knapp 3,6 Milliarden Euro gesteigert werden konnten. Dadurch erhöhte sich die Exportquote auf 46,1 Prozent. Der branchenweite Inlandsumsatz konnte im vergangenen Jahr nicht zulegen und lag mit knapp 4,2 Milliarden Euro etwas unter dem Vorjahresniveau.

Messlatte liegt hoch

Den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge konnte die bauzuliefernde Schloss- und Beschlagindustrie 2017 nur branchendurchschnittlich zu diesem Gesamtergebnis beitragen. Die amtliche Produktionsstatistik wies seit Ende 2014 für acht Quartale in Folge Zuwächse in diesem Segment aus, so dass die Messlatte inzwischen recht hoch liege. Die jüngst veröffentlichten Zahlen zum 7,3-prozentigen Rückgang der in 2017 genehmigten Wohnungen ließen sich ebenfalls mit diesen Basiseffekten begründen. Einerseits wurde 2016 bereits ein enormer Anstieg um 21,7 Prozent ermittelt, andererseits dürften viele institutionelle Bauherren aufgrund der schleppenden Regierungsbildung und somit weiter unklarer Förderungsinitiativen für den Wohnungsbau ihre Bauanträge auf das Jahr 2018 verlagert haben. Die Aussichten seien also weiterhin gut.

Dynamische Entwicklung

Erfreulich sei auch die anhaltend positive Situation im Nichtwohnbau, wo seit drei Jahren Zuwächse bei den Baugenehmigungen verzeichnet werden konnten. „Gerade die weiterhin dynamische Entwicklung bei wohnähnlichen Betriebsgebäuden wie beispielsweise Büro- und Verwaltungsgebäuden aber auch Hotels und Gaststätten dürfte der Branche weitere Impulse geben", so Holger Koch, stellvertretender Geschäftsführer des FVSB.

Auf die Homepage des Verbandes gelangen Sie über diesen Link.


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