9. Mai 2019

Schloss- und Beschlagindustrie gibt sich optimistisch

Umsatz der deutschen Schloss- & Beschlagindustrie. Grafik: FVSB.

Die deutsche Schloss- und Beschlagindustrie ist gut in das Jahr 2019 gestartet. „Die Unternehmen blicken dank weiterhin guter Aussichten im Bereich der Baukonjunktur optimistisch in die Zukunft", so Holger Koch, stellvertretender Geschäftsführer des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB).

Das im April bei den Mitgliedern erhobene Stimmungsbild hat sich gegenüber der letzten Umfrage im Sommer 2018 weiter aufgehellt. Derzeit beurteilen rund 88 Prozent der Unternehmen die aktuelle Geschäftslage mit gut, die anderen mit befriedigend. Auch bei den Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate herrscht Optimismus. Fast alle Teilnehmer rechnen mit einem anhaltend hohen Geschäftsniveau, vereinzelt werden sogar weitere Steigerungen erwartet. Mit einer Eintrübung rechnet derzeit niemand der Befragten.

Impulse aus dem Ausland

Die Beurteilung der Auftragseingänge fiel gegenüber der letzten Umfrage ebenfalls besser aus, wobei per Saldo die größeren Impulse aus dem Ausland erwartet werden. Im Durchschnitt vergrößerte sich die Auftragsreichweite von 3,4 auf nun sechs Wochen deutlich. Die Kapazitätsauslastung ist ebenfalls angewachsen und wurde im Frühjahr mit durchschnittlich 90 Prozent angegeben, was kurzfristige Produktionssteigerungen etwas beschränken könnte.

Eine Trendfortsetzung der vom Statistischen Bundesamt für das Jahr 2018 veröffentlichten amtlichen Zahlen scheint damit wahrscheinlich: Nach Auswertung der Monatsberichte im Verarbeitenden Gewerbe stieg der Umsatz der gesamten Schloss- und Beschlagbranche im vergangenen Jahr um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf über 7,8 Milliarden Euro an. Der Inlandsumsatz (4,2 Milliarden Euro) und der Auslandsumsatz (3,6 Milliarden Euro) zeigten eine ähnliche Entwicklung und legten beide jeweils um 1,7 Prozent zu. Die schwache Exportentwicklung in die Länder der Eurozone (+0,1 Prozent) konnte durch die überproportionalen Anstiege in den Nicht-Euroländern (+3,4 Prozent) überkompensiert werden, wobei dieser Wert aufgrund der anhaltenden Brexit-Unsicherheit erneut gedämpft worden ist. Das Vereinigte Königreich entwickelt sich als Abnehmerland deutscher Schlösser und Beschläge seit drei Jahren in Folge rückläufig und lag 2018 deutlich unter dem Niveau von 2014, Tendenz weiter fallend.

Den FVSB erreichen Sie virtuell über diesen Link.


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